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Duo punktet bei Brustkrebs

BERLIN (gvg). Manchen Frauen mit metastasiertem Brustkrebs scheint eine Therapie mit dem monoklonalen Antikörper Trastuzumab und dem Aromatasehemmer Anastrozol zu nützen. In einer Studie wurde damit das progressionsfreie Überleben verdoppelt im Vergleich zu einer Anastrozol-Monotherapie.

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Voraussetzung für die Wirksamkeit einer Kombitherapie mit Trastuzumab und Anastrozol (Arimidex®) ist der Nachweis von HER2/neu-Rezeptoren, Östrogen- und/oder Progesteronrezeptoren im Tumor. Das betreffe etwa 15 Prozent aller Patientinnen, sagte Professor Bernd Gerber von der Universität Rostock.

Liegt eine solche Befundkonstellation vor, läßt sich durch die Kombinationstherapie im Vergleich zu einer Anastrozol-Monotherapie die mediane Zeit des progressionsfreien Überlebens von 2,4 auf 4,8 Monate verdoppeln. Das hat eine offene, randomisierte Studie mit 207 Patientinnen ergeben. Und auch beim Gesamtüberleben gab es mit im Mittel 28,5 Monaten einen Trend zugunsten der Kombination. Mit der Monotherapie überlebten die Patientinnen 23,9 Monate. Dieser Unterschied sei deshalb bemerkenswert, weil den Frauen in der Monotherapie-Gruppe bei fehlendem Ansprechen der Wechsel in den Kombinationsgruppe erlaubt gewesen sei, so Gerber auf einer Veranstaltung von AstraZeneca.

Die Daten zur Anastrozol-Trastuzumab-Therapie wurden erstmals im Dezember 2006 auf dem San Antonio Breast Cancer Symposium in den USA vorgestellt. Dort wurden auch neue Daten aus der ATAC-Studie* präsentiert, die die gute Langzeitverträglichkeit einer adjuvanten Therapie mit Anastrozol nach jetzt sechs Jahren bestätigen. So war die Rate der venösen Thromboembolien mit Anastrozol um fast 40 Prozent niedriger als mit Tamoxifen. Auch die geringere Komplikationsrate am Uterus bestätigte sich: Dreimal weniger Frauen wurden wegen unklarer Endometriumveränderungen operiert als bei Tamoxifen-Therapie.

*ATAC-Studie: Arimidex, Tamoxifen Alone or in Combination

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