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"Ein Vampir muss ihm das Blut abgezapft haben"

FRANKFURT/MAIN (Smi). Mit Erschütterung, Genugtuung, aber auch mit Sarkasmus haben Dopingexperten und ehemalige Weggefährten von Jan Ullrich auf die neuen Erkenntnisse in den Ermittlungen gegen den einstigen Tour-de-France-Sieger reagiert.

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Ein DNA-Vergleich hatte ergeben, dass einige der von spanischen Behörden im Zuge ihrer Doping-Ermittlungen sichergestellten Blutkonserven zweifelsfrei Ullrich zuzuordnen sind.

Auf den Hinweis der Ullrich-Verteidiger, möglicherweise seien diese Ergebnisse ja manipuliert worden, reagierte der Heidelberger Molekularbiologe und Doping-Aufklärer Professor Werner Franke im Magazin "Stern" mit Spott: "Es muss ein Vampir gewesen sein, der Jan Ullrich das Blut abgezapft hat. Dieser Vampir ist dann weiter nach Madrid geflogen, hat dort das Blut in die Beutelchen gefüllt und anschließend noch ‚Jan‘ draufgeschrieben."

Unisono behaupten sowohl Ullrich als auch seine Anwälte weiter, der Radsportler habe niemanden betrogen. Dagegen zweifelte der Pressesprecher von Ullrichs früherem Team T-Mobile, Christian Frommert, nun auch die früheren Erfolge des Weltklassefahrers an. Ullrichs Karriere sei in Teilen erheblich infrage gestellt, sagte er einem Artikel der "Süddeutschen Zeitung" zufolge.

Ex-Profi Jens Heppner, langjähriger Weggefährte Ullrichs, zeigte sich verblüfft über die neuen Erkenntnisse: "Ich hatte eigentlich mit einem anderen Ergebnis gerechnet. Denn Jan hatte immer öffentlich betont, dass er unschuldig sei."

In der Tat hat Ullrich bis zuletzt jede Verbindung zu Dr. Eufemiano Fuentes, der Schlüsselfigur im Dopingskandal, geleugnet. Diese Behauptung zumindest ist nun widerlegt.

Lesen Sie dazu auch den Kommentar: Doping - wen hat Jan Ullrich betrogen?

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