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Eine Injektion pro Therapie-Zyklus schützt vor Emesis

BERLIN (gvg). Der 5-HT3-Rezeptor-Blocker Palonosetron kann bei moderat emetogener Chemotherapie Übelkeit besser verhindern als andere Mittel. Erforderlich ist dazu nur eine einzige Injektion pro Chemotherapie-Zyklus.

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Wie Professor Ronald de Wit vom Krebsinstitut in Rotterdam in den Niederlanden auf dem Deutschen Krebskongreß sagte, sei die durch eine Chemotherapie induzierte Übelkeit noch immer das Hauptproblem vieler Patienten mit emetogener Chemotherapie.

Zwar sei es mit klassischen 5-HT3-Rezeptor-Antagonisten gelungen, das akute Erbrechen am Tag der Applikation einer emetogenen Chemotherapie in den Griff zu bekommen. Bei der Kontrolle der verzögerten Übelkeits-Symptomatik dagegen hätten die älteren Substanzen Schwächen.

Wirkung besonders auf verzögerte Symptomatik

Mit Palonosetron (Aloxi®) sei nun ein Serotonin-Antagonist erhältlich, der vor allem auf die verzögert beginnende Symptomatik in den Tagen nach der Applikation der emetogenen Arzneimittel einen deutlichen Effekt habe, so de Wit. Palonosetron, das einmalig als intravenöse Injektion in einer Dosierung von 250 Mikrogramm appliziert wird, hat mit etwa 40 Stunden eine bis zu zehnmal längere Halbwertszeit als Antiemetika derselben Substanzklasse.

In zwei randomisierten, kontrollierten Studien wurde nachgewiesen, daß Palonosetron im Vergleich mit Ondansetron und Dolasetron die Symptome ebenso gut lindert.

Jeder zweite Patient hatte keine Übelkeit

Die Auswertung der Daten einer gepoolten Analyse ergab, daß mit Palonosetron bei statistisch signifikant mehr Patienten Emesis-Symptome verhindert wurden. Verglichen wurden die Daten von Patienten, die 250 Mikrogramm Palonosetron erhalten hatten, mit den von Patienten, die mit einer der Vergleichssubstanzen behandelt wurden.

Den Daten zufolge hatten 72 Prozent der Patienten in den ersten 24 Stunden nach der Chemotherapie und 64 Prozent der Patienten zwei bis fünf Tage danach kein Erbrechen. Sie mußten auch nicht auf eine antiemetische Notfallmedikation zurückgreifen. Bei Verwendung der Vergleichssubstanzen waren es 61 oder 47 Prozent.

"Besonders ermutigend finde ich die Einzelergebnisse für das Symptom Übelkeit", so de Wit auf der von ribosepharm unterstützten Veranstaltung. Vom zweiten bis fünften Tag nach der Chemotherapie war Palonosetron den anderen 5-HT3-Rezeptorblockern signifikant überlegen. Der Anteil der Patienten ohne Beschwerden lag zwischen 40 und 50 Prozent und damit etwa ein Drittel höher als in den Vergleichsgruppen.

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