Krebs

Endometriose erhöht Risiko für ein Ovarialkarzinom

Bei Endometriose ist das Risiko für ein Ovarial-Ca erhöht, aber offenbar nur für bestimmte Subtypen.

Veröffentlicht: 21.03.2012, 13:52 Uhr
Endometriose erhöht Risiko für ein Ovarialkarzinom

Großes, überwiegend solides Ovarialkarzinom

© Albertinen-Krankenhaus Hamburg, www.sonographiebilder.de

LOS ANGELES (mut). Epidemiologische Studien haben immer wieder ergeben, dass Frauen mit einem Ovarial-Ca zuvor häufig auch an einer Endometriose erkrankt waren.

Wie US-Mediziner berichten, scheint die Endometriose aber nur mit einem erhöhten Risiko für niedriggradig seröse, endometrioide und Klarzell-Subtypen einherzugehen (Lancet Oncol 2012; online am 22. Februar).

Die US-Forscher kommen zu diesem Schluss, nachdem sie 13 Fall-Kontrollstudien ausgewertet haben. Darin wurde die Prävalenz einer Endometriose bei über 13.200 gesunden Frauen sowie rund 7900 Frauen mit invasiven Ovarialtumoren erfasst, und zwar, indem man die Frauen dazu befragte.

Bei den gesunden Frauen hatten 6 Prozent eine Endometriose angegeben, bei den kranken waren es mit 9 Prozent deutlich mehr.

Ergebnis überrascht die Autoren

Die Forscher schauten nun, wie häufig eine Endometriose bei Frauen mit bestimmten Tumor-Subtypen vorkam. Am häufigsten war dies mit 20 Prozent bei Klarzelltumoren der Fall, gefolgt von endometrioiden (13 Prozent) und niedriggradigen serösen Tumoren (9 Prozent).

Keine signifikant erhöhte Prävalenz im Vergleich zur Kontrollgruppe gab es bei hochgradig serösen (7 Prozent) und mucinösen Tumoren (6 Prozent). Auch bei Borderline-Tumoren gab es keine signifikant erhöhte Endometriose-Prävalenz, unabhängig vom Subtyp.

Die Autoren der Analyse waren etwas überrascht, dass der Zusammenhang der Endometriose mit Klarzelltumoren und nicht mit endometrioiden Tumoren am stärksten ausgeprägt war.

Letzteres wäre von der Pathogenese her plausibler gewesen. Sie vermuten, dass zahlreiche hochgradig seröse Tumoren als endometrioid fehlklassifiziert worden waren, was das Ergebnis verfälscht haben könnte.

Quelle: www.springermedizin.de

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