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Stoffwechsel

Epigenetisches Enzym steuert die Fettbildung

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FREIBURG. An Umwelteinflüsse wie Kälte oder unausgewogene Ernährung passt der menschliche Körper sich an. Dabei verändern sich die Stoffwechselprozesse in weißen Fettzellen, aus denen Fettgewebe bei Säugetieren hauptsächlich besteht.

Es entwickelt sich beispielsweise bräunliches oder beiges Fett, das sich in den weißen Fett-Depots befindet und bei Kälte Wärme erzeugt. Ein Team um Professor Roland Schüle und Dr. Delphine Duteil vom Uniklinikum Freiburg hat nun gezeigt, dass sich durch Umweltreize wie Kälte die Menge des epigenetischen Enzyms LSD1 (Lysin-spezifische Demethylase) im weißen Fettgewebe erhöht (Nature Communications 2014; online 10. Juni).

LSD1 steuert Gene, die für die Bildung von Fett entscheidend sind, berichtet die Uni Freiburg in einer Mitteilung. Die Hemmung des Enzyms blockierte die Entwicklung von Fettzellen bei Mäusen und in Zellkulturen.

Mäuse, die kein LSD1 produzieren konnten, hatten keine Fettpolster. Dies deutet darauf hin, dass LSD1 in Organismen für die Entwicklung von weißem Fett ausschlaggebend ist.

Erhöhte Level des Enzyms bei Mäusen förderten die Bildung von Inseln beiger Fettzellen in weißem Fettgewebe. Diese Tiere reagierten stärker auf Kälte-Reize und produzierten schneller beiges Fett. Sie nahmen zudem weniger an Gewicht zu und erkrankten bei fettreicher Ernährung nicht an Typ-2-Diabetes. (eb)

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