Stoffwechsel

Epigenetisches Enzym steuert die Fettbildung

Veröffentlicht: 16.06.2014, 10:12 Uhr

FREIBURG. An Umwelteinflüsse wie Kälte oder unausgewogene Ernährung passt der menschliche Körper sich an. Dabei verändern sich die Stoffwechselprozesse in weißen Fettzellen, aus denen Fettgewebe bei Säugetieren hauptsächlich besteht.

Es entwickelt sich beispielsweise bräunliches oder beiges Fett, das sich in den weißen Fett-Depots befindet und bei Kälte Wärme erzeugt. Ein Team um Professor Roland Schüle und Dr. Delphine Duteil vom Uniklinikum Freiburg hat nun gezeigt, dass sich durch Umweltreize wie Kälte die Menge des epigenetischen Enzyms LSD1 (Lysin-spezifische Demethylase) im weißen Fettgewebe erhöht (Nature Communications 2014; online 10. Juni).

LSD1 steuert Gene, die für die Bildung von Fett entscheidend sind, berichtet die Uni Freiburg in einer Mitteilung. Die Hemmung des Enzyms blockierte die Entwicklung von Fettzellen bei Mäusen und in Zellkulturen.

Mäuse, die kein LSD1 produzieren konnten, hatten keine Fettpolster. Dies deutet darauf hin, dass LSD1 in Organismen für die Entwicklung von weißem Fett ausschlaggebend ist.

Erhöhte Level des Enzyms bei Mäusen förderten die Bildung von Inseln beiger Fettzellen in weißem Fettgewebe. Diese Tiere reagierten stärker auf Kälte-Reize und produzierten schneller beiges Fett. Sie nahmen zudem weniger an Gewicht zu und erkrankten bei fettreicher Ernährung nicht an Typ-2-Diabetes. (eb)

Mehr zum Thema

Hypertonie bei Kindern

Blutdruckkontrolle ab der 90. Perzentile!

Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
Warum manche mit 110 Jahren noch gesund sind

Rätsel gelöst?

Warum manche mit 110 Jahren noch gesund sind

Hausärzte bleiben oft außen vor

Kranke Heimbewohner

Hausärzte bleiben oft außen vor

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden. OK Weitere Informationen