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Eplerenon punktet bei Herzschwäche nach Infarkt

MANNHEIM (wst). Etwa 30 Prozent aller Herzinfarkt-Patienten haben bei ihrer Ankunft im Krankenhaus eine Herzinsuffizienz - ein Zeichen für eine schlechte Prognose. Die Sterberate dieser Hochrisikopatienten kann stark gesenkt werden, wenn sie zusätzlich zur Standardtherapie mit dem Aldosteron-Blocker Eplerenon behandelt werden.

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Belegt wurde dies etwa in der EPHESUS*-Studie bei über 6500 Patienten mit frischem Infarkt, die bei Ankunft im Krankenhaus eine linksventrikuläre Auswurffraktion von höchstens 40 Prozent und klinische Zeichen einer Herzinsuffizienz hatten. Daran hat Professor Johann Bauersachs von der Universitätsklinik Würzburg erinnert. Die Patienten waren mehrheitlich zur Revaskularisierung mit PTCA oder Lyse behandelt. Zusätzlich zur Standardtherapie aus Betablocker und ACE-Hemmer oder AT1-Blocker bekamen sie Placebo oder den Aldosteronantagonisten Eplerenon (Inspra®). Während der Nachbeobachtungszeit von durchschnittlich 16 Monaten sank mit der Eplerenon-Therapie die Gesamtsterberate signifikant um 15 Prozent, so Bauersachs beim Kardiologen-Kongress in Mannheim.

Vorteil mit Aldosteron-Blocker schon in den ersten 30 Tagen.

Der Vorteil durch Eplerenon wurde schon nach 30 Tagen offensichtlich: Bis dahin waren in der Standardtherapie-Gruppe 4,6 Prozent der Patienten gestorben, mit Eplerenon waren es nur 3,2 Prozent - ein signifikanter Unterschied. Allerdings müssten Kontraindikationen wie Serum-Kaliumwerte von mehr als 5 mmol/l vor Beginn einer Eplerenon-Therapie ausgeschlossen werden.

Bei den Risikopatienten sollte die Behandlung möglichst rasch begonnen werden, betonte Bauersachs bei einer Veranstaltung des Unternehmens Pfizer. Bei Patienten, die bereits zwischen dem dritten und dem siebten Postinfarkttag mit Eplerenon begonnen hatten, war die Langzeit-Gesamtsterberate im Vergleich zur Placebogruppe niedriger. Das galt auch beim Vergleich mit den Patienten der Interventionsgruppe, die die Therapie spätestens am 14. Postinfarkttag begonnen hatten (22- im Vergleich zu 15-prozentige Reduktion des relativen Risikos). Haben Patienten nach einem Infarkt eine Herzinsuffizienz, so sollte Eplerenon mindestens zwei Jahre lang gegeben werden, so Bauersachs‘ Empfehlung.

*EPHESUS: Eplerenone Post-AMI Heart Failure Efficacy and Survival Study.

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