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Erfolg für neues Biological bei Psoriasis

PARIS (ars). Für Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis ist mit dem monoklonalen Antikörper Ustekinumab eine neue Therapieoption in Sicht. Die Zulassung bei der EMEA ist beantragt. Eine weitere Studie bestätigt die guten Ansprechraten auf diese Arznei.

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Ustekinumab richtet sich gegen die Interleukine 12 und 23. Vom angeborenen Immunsystem freigesetzt, regen diese Zytokine die Keratinozyten zur Bildung antimikrobieller Peptide ("natürliche Antibiotika") an und bewirken die Hyperplasie des Epithels. Damit ist der neue monoklonale Antikörper auf ein Pathogenese-Konzept abgestimmt, wonach der Psoriasis eine fehlgeleitete Abwehr von Bakterien zugrunde liegt. Er bindet an die p40-Untereinheit von IL-12 und IL-23. Die so blockierten Interleukine können nicht an ihren Rezeptor andocken.

In der jetzt bei einem Kongress in Paris präsentierten Studie ACCEPT erhielten Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis zu Beginn und nach vier Wochen je eine Ustekinumab-Injektion (45  mg oder 90  mg). Primärer Endpunkt war das PASI-75-Ansprechen: ein Rückgang der Hautläsionen um mindestens 75 Prozent. Mit der niedrigeren Dosierung wurde das nach 12 Wochen bei 68 Prozent der Patienten beobachtet, mit der höheren Dosierung bei 74 Prozent, wie Studienleiter Professor Christopher Griffiths berichtet hat.

Damit waren die Ansprechraten ähnlich hoch wie in den Vorläuferstudien (PHOENIX 1 und 2). Als Vergleichsmedikation war in ACCEPT der TNFa-Blocker Etanercept gewählt worden. Damit hatten 57 Prozent der Patienten nach 12 Wochen ein PASI-75-Ansprechen. Währenddessen bekamen sie zweimal wöchentlich 50 mg des Wirkstoffs injiziert. Insgesamt nahmen an der Studie 903 Patienten teil.

Ein sekundärer Studienendpunkt war das PASI-90-Ansprechen nach 12 Wochen. Mit Ustekinumab hatten sich die Läsionen im Vergleich zum Ausgangsbefund mit der 45 mg-Dosierung bei 36 Prozent der Patienten um 90 Prozent gebessert, mit der 90 mg-Dosierung bei 45 und mit Etanercept bei 23 Prozent, wie der Dermatologe aus Manchester bei dem auch online übertragenen Symposium von Janssen-Cilag berichtet hat.

Unerwünschte Wirkungen waren in allen Gruppen etwa gleich häufig. Über mindestens ein unerwünschtes Ereignis berichteten 66 und 68 Prozent der Patienten mit Ustekinumab und 69 Prozent mit Etanercept.

Bei der EMEA ist die Zulassung beantragt für Patienten mit mäßiger bis schwerer Psoriasis, bei denen andere systemische Wirkstoffe oder eine Lichttherapie kontraindiziert, unverträglich oder unwirksam sind.

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