Direkt zum Inhaltsbereich

KOMMENTAR

Erfolgsstory: Schutz vor Pneumokokken

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Als vor acht Jahren der erste konjugierte Pneumokokken-Kinderimpfstoff auf den Markt kam, gab es viel Skepsis, ob die Vakzine in Deutschland allgemein empfohlen werden sollte. Zum einen war das Ausmaß invasiver Pneumokokken-Infektionen - vor denen der Impfstoff schützt - bei Kleinkindern kaum bekannt. So gab es keine epidemiologischen Zahlen, wie sie in den USA von den Centers for Disease Control erhoben werden. Auch hat der Preis - die Impfserie kostet etwa 260 Euro - zunächst wohl die Impfexperten abgeschreckt.

Beeindruckende Daten zur Schutzwirkung werden seither aus den USA gemeldet. Dort ist nach Einführung der Vakzine die Zahl von Meningitiden und Pneumonien durch Pneumokokken stark zurückgegangen. Der Schutz erstreckt sich auf geimpfte sowie auf ungeimpfte Kinder und ungeimpfte Erwachsene. Da Pneumokokken bei vielen gesunden Kindern zur Atemwegsflora gehören, wird durch ihre Elimination eine deutliche Herdimmunität in der Bevölkerung aufgebaut. Zudem bietet der Impfstoff auch einen deutlichen Schutz vor Otitis media.

Seit Sommer 2006 gehört auch in Deutschland der Pneumokokkenschutz zum Impfkalender. Bereits anderthalb Jahre später ist die Zahl invasiver Pneumokokken-Infektionen bei Kleinkindern auf die Hälfte zurückgegangen, wie Daten belegen. Die Pneumokokken-Impfung wird offenbar auch hier eine Erfolgsstory. Neue optimierte Impfstoffe für den Schutz sind schon in Sicht.

Lesen Sie dazu auch: Impfung senkt Infekte durch Pneumokokken auf fast die Hälfte

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Sie fragen – Experten antworten

Reiseimpfungen bei Kindern: Müssen Abstandsregeln eingehalten werden?

Das könnte Sie auch interessieren
Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

© EAU

Ergänzung EAU-Leitlinie 2026

Neue Empfehlung zu HWI und Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Therapie bei unkomplizierter Zystitis

© Dr_Microbe | Adobe Stock

Evidenz, Resistenz & Wirksamkeit

Therapie bei unkomplizierter Zystitis

Anzeige | MIP Pharma GmbH
Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

© robertprzybysz | iStock

Persistierende Onychomykosen

Welche Rolle spielen Biofilme bei Therapieversagen und Rückfällen?

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

© Domepitipat | iStock

Lebensqualität zurückgewinnen

Chronisch rezidivierende Vulvovaginalmykosen

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Pityriasis versicolor

© iStock / C5C

Kleienpilzflechte im Sommer

Pityriasis versicolor sicher erkennen und gezielt behandeln

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Vom Warnsignal zur RNAi-Therapie

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Alnylam Germany GmbH, München
HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

© Rasi / stock.adobe.com

Chronische Herzinsuffizienz

HFpEF: Diagnostik, Therapie und Monitoring für die tägliche Praxis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Bayer Vital GmbH, Leverkusen
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Akute Belastung versus chronische Schäden

Marathonläufer sollten ihren Nierenstatus kennen

Lesetipps
Koloskopie, Blick auf den Monitor

© Issara - stock.adobe.com

Anstoß zur Diskussion

Darmkrebs: Ist die koloskopische Überwachung falsch aufgestellt?

Ein Arzt zählt mit den Fingern bis Drei.

© Arnéll Koegelenberg/peopleimages.com/stock.adobe.com

Regionaler Multimorbiditäts-Vergleich

Wo es relativ viele Ü-50-Jährige mit drei oder mehr chronischen Erkrankungen gibt