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Ergotherapie erleichtert Alltag Demenzkranker

STUTTGART (sh). Auch nicht-medikamentöse Therapien sind bei Demenz-Kranken sehr wichtig. Mit Ergotherapie können lebenspraktische Kompetenzen erhalten oder wiedererlangt werden.

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"Die eigene Beweglichkeit kann als letztes noch verbleibendes Stück persönlicher Identität bei Demenzkranken verstanden werden: Ich bewege mich, also bin ich", betont Professor Hans Gutzmann aus Berlin. Ein Schwerpunkt bei den nicht-medikamentösen Interventionen ist daher die Bewegungstherapie. Damit lassen sich pathologische Bewegungsmuster, krankhafte Muskel- und Skelettzustände sowie fehlgeleitete neuromuskuläre Übertragungen reduzieren, sagte der Gerontopsychiater in Stuttgart bei einem Workshop des Zukunftsforums Demenz.

Für die meisten nichtmedikamentösen Interventionen gibt es jedoch keine Wirksamkeitsnachweise aus Studien. Kognitive Stimulation und Verhaltensmanagement als allgemeine Interventionen, sensorische Integration, Musiktherapie und Psychoedukation als spezifische Interventionen seien noch am besten abgesichert, so Gutzmann bei der vom Unternehmen Merz initiierten Veranstaltung. Auch andere Verfahren lohnten einen Versuch, etwa die Realitäts-Orientierungs-Therapie oder die Erinnerungstherapie.

Von Vorteil sei es, ergotherapeutische und fachärztliche Kompetenz in einer Schwerpunktpraxis zu integrieren, sagte Dr. Jens Bohlken, niedergelassener Neurologe aus Berlin. Zunehmend gefragt seien auch Laienhelfer. Gutzmann wies jedoch darauf hin, dass man die Tendenz zu vermehrter Deprofessionalisierung in der Behandlung von Demenzkranken durch immer mehr Berufsgruppen mit Kurzqualifikationen kritisch im Auge behalten müsse.

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