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Magenkrebs

Erstmals Magen-Stammzellen identifiziert

Auf der Grundlage neuer Forschungsergebnisse wird man künftig die Mechanismen in der Zelle besser verstehen können, in der vermutlich Magenkrebs entsteht.

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DRESDEN. Ein Team von Wissenschaftlern aus Dresden und Utrecht in den Niederlanden hat eine wichtige Grundlage für den Kampf gegen Magenkrebs geschaffen. Ihnen gelang die Beschreibung der Stammzelle, die sich in unterschiedliche, in diesem Verdauungsorgan vorhandene Zellformen entwickeln kann, teilt das Universitätsklinikums Dresden mit.

Diese Erkenntnisse seien die Basis dafür, die Mechanismen in der Zelle verstehen zu können, in der vermutlich Magenkrebs entsteht (Cell; 155(2): 357-368).

Mit ihrer Fähigkeit, sich zu verschiedenen Zellen eines Organismus weiterzuentwickeln, lassen sich Stammzellen zum Beispiel zum Heilen von Knochendefekten nutzen. Doch durch ihre große Variabilität und schnelle Teilung bergen sie auch das Risiko, sich zu Tumoren zu entwickeln.

Deshalb ist es in der Krebsmedizin wichtig, die jeweiligen Stammzellen vor allem derjenigen Organe zu kennen, in denen sich häufig bösartige Tumore bilden.

Während die Vorläuferzelle des Darmgewebes seit 2007 bekannt ist, lies sich mittels des MarkerGens "Troy" erst jetzt die Stammzelle des Magens identifizieren. Erstautor der wissenschaftlichen Veröffentlichung zur Magen-Stammzelle ist Dr. Daniel Stange von der Klinik für Viszeral-, Thorax- und Gefäßchirurgie (VTG) des Uniklinikums Dresden.

Zuvor forschte Stange am Hubrecht Institute for Developmental Biology and Stem Cell Research, wo in den vergangenen Jahren die wesentlichsten Schritte der jetzt publizierten Forschungen unter der Leitung von Professor Hans Clevers stattfanden, heißt es in der Mitteilung.

Der Weg von der Identifikation der Stammzelle bis zum ersten therapeutischen Einsatz ist aber noch weit, so die Uniklinik Dresden. Das zeige das Beispiel der Darmstammzelle: Bereits vor sechs Jahren identifiziert, sind Forscher immer noch damit beschäftigt, die möglichen Entwicklungen dieser Zellen bei der Entwicklung zum Darmkrebsgewebe zu verfolgen.

Erst sind es in der Regel harmlose Mutationen. Daraus können sich Vorstufen von Tumoren und in der Folge dann bösartiges Krebsgewebe entwickeln. In diesen Forschungsphasen sind es vor allem Mäuse, an denen die Vorgänge beobachtet werden.

Wie schnell sich die Erkenntnisse der deutsch-niederländischen Forschergruppe wissenschaftlich weiter verfolgen lassen, hängt auch von der weiteren Finanzierung ab. (eb)

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