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Extrakt aus Grüntee hemmt Rheumatoide Arthritis

BETHESDA (ddp). Ein Grüntee- Extrakt könnte gegen entzündliche Gelenkerkrankungen wie die Rheumatoide Arthritis (RA) helfen. Der in grünem Tee enthaltene Gerbstoff Epigallocatechin-Gallat (EGCG) wirkt auf Synoviazellen im Labor entzündungshemmend.

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Zu diesem Ergebnis kamen Dr. Salahuddin Ahmed von der Universität Michigan in Ann Arbor und seine Kollegen. Die Forscher entnahmen Synoviazellen aus den Gelenken von RA-Patienten und vermehrten sie im Labor. In den Zellkulturen bestimmten sie dann den Einfluss von EGCG auf die Produktion von Botenstoffen, die im Zusammenhang mit der Zerstörung des Knorpelgewebes stehen.

Das Ergebnis: Mit Grüntee-Extrakt behandelte Zellen aktivieren Entzündungsreaktionen unter Laborbedingungen weniger als unbehandelte Zellen - EGCG hat auf die Zellen der Synovia also eine entzündungshemmende Wirkung. Sollte sich dieser Effekt auch im lebenden Organismus zeigen, wäre die Substanz ein vielversprechender Wirkstoffkandidat für die Therapie von Patienten mit RA.

Die von den Forschern entdeckte Entzündungshemmung ist nur eine von zahlreichen Wirkungen von EGCG: Bereits seit etwa 20 Jahren rechnen Forscher dem Extrakt krebshemmende Eigenschaften zu. Und sie vermuten auch einen positiven Einfluss des Extrakts bei HIV-Infektionen. Bei diesen Anwendungen steht jedoch die Entwicklung von Medikamenten im Vordergrund - wegen zu geringer EGCG-Konzentrationen in aufgegossenem Grüntee sind vom Teetrinken keine positiven Einflüsse auf diese Krankheiten zu erwarten.

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