Direkt zum Inhaltsbereich

Faktor VIII prophylaktisch mindert Gelenkblutungen

AURORA (hub). Prophylaktische Faktor-VIII-Infusionen verringern bei Kindern mit Hämophilie das Risiko von Gelenkschäden. Neun von zehn Kindern haben so im Zeitraum von fünf Jahren normale Gelenke, mit einer Bedarfstherapie nur jedes zweite Kind.

Veröffentlicht:

In einer randomisierten, prospektiven Studie mit 65 Kindern unter 30 Monaten mit schwerer Hämophilie A wurden die beiden Therapieformen verglichen. Die Ergebnisse: Mit der Prophylaxe hatten die Kinder im Mittel 0,6 Gelenkeinblutungen pro Jahr, mit Bedarfstherapie 4,9. Blutungen insgesamt gab es im Mittel 3,3 (Prophylaxe) und 17,7 (Bedarfstherapie) pro Jahr (NEJM 357, 2007, 535).

Der positive Effekt der prophylaktischen Faktor-VIII-Therapie machte sich auch bei der Gelenkstruktur der Kinder bemerkbar: Nach fünf Jahren hatten nur 55 Prozent der Kinder mit der Bedarfstherapie bei der Untersuchung per MRT normale Gelenke, in der Prophylaxegruppe hingegen 93  Prozent. Das entspricht einer rechnerischen Risikoreduktion von 83 Prozent.

Bei der Zahl der Kinder, die in die Klinik mussten oder Infektionen durch den zentral-venösen Katheter hatten, gab es keine Unterschiede zwischen den beiden Studiengruppen.

Und so erfolgte die Behandlung in den beiden Therapie-Gruppen: Kinder in der Prophylaxe-Gruppe erhielten jeden zweiten Tag 25 I.E./kg Körpergewicht des Faktor-VIII-Präparats (Kogenate®). In der Bedarfsgruppe wurde, wenn nötig, mit einmal 40 I.E./kg plus 20 I.E./kg an den beiden Folgetagen therapiert.

Schlagworte:
Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

© APOGEPHA Arzneimittel GmbH | Generated by AI

Überaktive Blase

Interdisziplinäres Patienten-Management – ein Praxisleitfaden

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APOGEPHA Arzneimittel GmbH, Dresden

Vitamin-B12-Mangel

Frühzeitig erkennen, gezielt therapieren

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Wörwag Pharma GmbH & Co. KG, Böblingen
 Abb. 1: Anwendung von Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [1,8]

Ruxolitinib-Creme bei mittelschwerer AD

Topische steroidfreie Behandlungsoption bei atopischer Dermatitis

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Incyte Biosciences Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Mit unserem kostenloses Login erhalten Ärztinnen und Ärzte, Medizinstudierende sowie Fachkräfte im Gesundheitswesen vollen Zugriff auf unsere medizinischen und praxisrelevanten Inhalte.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Mikrobiomforschung

Atemwegs-Dysbiose befeuert Lungenerkrankungen

Weniger Spätkomplikationen

Frühe HbA1c-Kontrolle zahlt sich aus

Lesetipps
Eine Frau sitzt am Tisch und misst ihren Blutzucker am linken Zeigefinger.

© Felippe Lopes / Generated with AI / Stock.adobe.com

Potenzielle Über- und Untertherapie

Medikation des Typ-2-Diabetes wird im Alter zu selten angepasst