Direkt zum Inhaltsbereich

Fasching: "Ultimative Katerarznei" aus den USA

NEU-ISENBURG (eis). Feiern mit ausgiebig Alkohol und am nächsten Tag keinen Katzenjammer spüren? Eine ehemalige US-Bankerin glaubt, dafür die Lösung gefunden zu haben.

Veröffentlicht:
Zu viel gepichelt? Pillen könnten helfen.

Zu viel gepichelt? Pillen könnten helfen.

© Peter Atkins / fotolia.com

Mit dem Präparat "Blowfish" lassen sich die Kater-Symptome binnen 15 Minuten beseitigen, berichtet Brenna Haysom im Internet (forhangovers.com).

Zusammen mit dem privaten Unternehmen Rally Labs LLC bietet sie die ultimative Therapie gegen den Katzenjammer an.

Die Arznei enthält in mehreren Tabletten 1000 mg ASS, 120 mg Koffein und ein Antacidum, um den Magen zu beruhigen.

Die Formulierung ist dabei nicht der Arbeit von Arzneimittel-Forschern geschuldet, sondern war das Ergebnis von Selbstversuchen der Harvard-Absolventin.

Ein alter Hut

Die Idee dazu sei ihr an einem besonders brutalen Vormittag gekommen. Danach habe sie sich durch praktisch jede verfügbare Anti-Kater-Therapie gearbeitet.

Inzwischen ist das OTC-Präparat in den USA und Kanada auf dem Markt und wird dort vor allem über das Internet angeboten.

Es sei das einzige Medikament speziell gegen Hangover, das von der US-Arzneibehörde FDA anerkannt ist, so die Anbieter.

Kritiker merken allerdings an, dass die für knapp drei US-Dollar pro Dosis verkaufte Kombination eigentlich ein alter Hut sei.

"Das Angebot unterscheidet sich nicht davon, seinen um Vergebung nachsuchenden betrunkenen Hintern aus dem Bett zu zerren, sich eine Tasse Kaffee einzuschütten und damit zwei Aspirin sowie ein Antacidum hinunterzustürzen", merkt Dr. Timothy Boyer vom Internet-Portal Emaxhealth dazu an.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Dr. Thomas Georg Schätzler 20.02.201213:23 Uhr

"Kein Alkohol ist auch keine Lösung"...

aber die weit verbreitete Bagatellisierung exzessiven Alkoholkonsums mit gefährlich eingeschränkter Fahrtüchtigkeit noch am Folgetag ist ein echtes Problem. Einfaches ASS, ein PPI und zwei ''Espresso doppio'' gehen zu Hause auch billiger als drei Dollar für "Ultimative Katerarznei" aus den USA. ''Für eine Handvoll Dollar'' gibt''s einen weiteren Geheimtipp aus dem guten alten Europa: Zwei Rollmöpse!

Aber der Name "Blowfish" sagt ja eigentlich schon Alles.

Mf+kG, Dr. med. Thomas G. Schätzler, FAfAM Dortmund

Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Abb. 1: AIO-KRK-0424/ass-Registerstudie: Leitlinienadhärenz

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [5]

BRAFV600E-mutiertes mCRC nach systemischer Vortherapie

Registerstudie weist auf Defizite in der Umsetzung der Leitlinienempfehlungen hin

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Pierre Fabre Pharma GmbH, Freiburg
Abb. 1: Rückgang der generalisierten tonisch-klonischen Anfälle unter Cannabidiol + Clobazam

© Springer Medizin Verlag , modifiziert nach [1]

Real-World-Daten aus Deutschland zum Lennox-Gastaut- und Dravet-Syndrom

Cannabidiol in der klinischen Praxis: vergleichbare Wirksamkeit bei Kindern und Erwachsenen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Jazz Pharmaceuticals Germany GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Für wenige Hundert Euro im Jahr

Warum Ärzte über eine Cyberversicherung nachdenken sollten

Lesetipps
An Asian senior man’s hand relax on the bed side while sleeping

© Reagan Liew Zhi Sin / Getty Images / iStock

Pflichten, Abrechnung und Angehörigenwünsche

Worauf es bei der ärztlichen Leichenschau ankommt

Nahaufnahme wie ein Dermatologe die Muttermale des Patienten mit einem Dermatoskop untersucht.

© Andrej Zhernovoj / stock.adobe.com

Vergleich mit Dermatologen

Künstlich intelligente Melanom-Diagnostik scheint verlässlich