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Fentanylpflaster mit Spezialmatrix eingeführt

FRANKFURT AM MAIN (ner). Ein neues Pflaster zur Schmerztherapie mit besonderer Freisetzungstechnik ist jetzt eingeführt worden. Das Matrifen®-Pflaster enthält deutlich weniger Fentanyl-Wirkstoff als herkömmliche Pflaster, ist aber genauso wirksam.

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Das neue Pflaster enthält den Wirkstoff Fentanyl in Dipropylen-Glykoltröpfchen als Mikroreservoirs, verteilt in einer Silikonmatrix. Der Wirkstoff ist damit quasi emulgiert und wird leichter freigesetzt. Eine spezielle Kontrollmembran reguliert die Diffusionsgeschwindigkeit in die Haut.

Vorteile der neuen Technik seien, daß die Pflastergröße im Vergleich zu anderen Matrixpflastern um ein Drittel kleiner ist und die gebrauchten Pflaster um mehr als die Hälfte weniger Restwirkstoff enthalten, sagte Dr. Uwe Junker aus Remscheid.

Damit falle weniger Medikamentenmüll nach Entsorgung des Pflasters an, so Junker auf einer Pressekonferenz von Nycomed und betapharm. Das bedeute mehr Sicherheit für die Patienten und ihre Angehörigen, etwa was das Überdosierungsrisiko bei falscher Anwendung betrifft oder das Gefährdungspotential bei im Haushalt lebenden Kindern.

In einer Überkreuz-Studie bei 24 gesunden Männern hat sich das neue System als pharmakokinetisch biokompatibel zu einem vergleichbaren Fentanylpflaster erwiesen (J Clin Pharmacol 46, 2006, 1). Dr. Thomas Nolte vom Schmerz- und Palliativzentrum in Wiesbaden stellte zudem eine multizentrische Parallelgruppenstudie mit 220 Krebspatienten vor, die entweder auf das neue Pflaster, auf orale Opioide oder auf ein anderes transdermales Fentanylpflaster eingestellt worden waren.

Auch in dieser Untersuchung erwies sich das neue transdermale System als nicht unterlegen im Vergleich zum herkömmlichen Matrixpflaster sowie zur oralen Opioid-Therapie. Das galt auch für unerwünschte Wirkungen sowie für die Verbesserung der Lebensqualität der Studienteilnehmer.

Das neue Schmerzpflaster steht in fünf Wirkstärken von 12 bis 100 µg pro Stunde zur Verfügung.

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