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Reizdarmsyndrom

Flatulenz durch mikrobielle Dysbalance?

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NEU-ISENBURG. Bei Reizdarm-Patienten geht häufige Flatulenz mit anderen abdominellen Beschwerden einher, einher, besonders bei ballaststoffreicher Diät.

Möglicherweise spielt eine veränderte Darmflora hierbei eine Rolle. Spanische Forscher haben bei 30 Patienten mit Flatulenz und 20 gesunden Personen den Effekt von Normalkost und ballaststoffreicher Kost untersucht (Gut 2014; 63: 401-408).

Die Normalkost der Flatulenz-Patienten enthielt bei gleicher Kalorienzahl 13,3 g Ballaststoffe pro Tag im Vergleich zu 18 g bei Gesunden. Diese setzten durchschnittlich sieben Portionen Gas tagsüber per anal ab. Die Patienten mit Flatulenz hatten 22 Evakuationen täglich. Die gesunden Probanden fühlten sich wohl, sie waren beschwerdefrei.

Die Patienten mit Flatulenz hatten abdominelle Missempfindungen. Sie empfanden die Flatulenz deutlich unangenehmer als gesunde Probanden. Die Stuhlbeschaffenheit war in beiden Gruppen gleich.

Die ballaststoffreiche Kost erhöhte die Zahl der Episoden von Gasfreisetzungen bei den Flatulenz-Patienten auf das Doppelte im Vergleich zu den Normalpersonen. In beiden Gruppen nahmen Körpergewicht und Bauchumfang gleichermaßen zu; einige gesunde Personen entwickelten bei der flatulogenen Kost abdominelle Symptome im Ausmaß der Patienten unter einer Standarddiät. Bei den Flatulenz-Patienten traten so ausgeprägte abdominelle Symptome in Erscheinung, dass der Lebensqualitätsindex sank.

Die mikrobiologische Analyse ergab nach der Provokation mit Ballaststoffen eine Verringerung der mikrobiellen Diversität bei den Patienten im Vergleich zu den Normalpersonen. Bei Flatulenz-Patienten gab es mehr Bacteroides und Firmikuten.

Bei den symptomatischen Patienten wurde vermehrt Bacillus uniformis, Bacteroides ovatus und Parabacteroides distasonis festgestellt. Billofila wadsworthia korrelierte am stärksten mit der Zahl von Gasevakuationen. (eb)

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