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Flupirtin gegen Schmerz bald als Retardtablette

FRANKFURT AM MAIN (hae). Retardiertes Flupirtin kann bei nur einmal täglicher Einnahme die Schmerzempfindlichkeit und die Schmerztoleranz von Patienten mit Rückenschmerzen bereits nach einer Woche deutlich verbessern.

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Dieses Ergebnis einer Pilotstudie hat Dr. Gerhard Müller-Schwefe aus Göppingen vor kurzem beim Deutschen Schmerztag in Frankfurt am Main vorgestellt. Ein retardiertes Flupirtin-Präparat wird ab dem 24. April als Katadolon® S long verfügbar sein. An der Untersuchung, die Müller-Schwefe gemeinsam mit Dr. Michael Überall aus Nürnberg vorgenommenen hat, haben 30 Patienten mit mäßigen bis starken chronischen Rückenschmerzen teilgenommen.

Die Patienten waren im Mittel fast 56 Jahre alt, die Intensität der im Schnitt bereits neun Monate bestehenden Schmerzen lag bei sieben auf einer zehnstufigen numerischen Schmerzskala (0 = keine Schmerzen; 10 = sehr starke Schmerzen). Objektiviert wurde der Schmerz in der Untersuchung mit einem druckalgesiometrischen Verfahren.

Dafür wurden die Druckschmerz-Schwelle, die maximale Schmerztoleranz sowie die Relaxierbarkeit der verhärteten Muskulatur über den Anpreßdruck eines Metallstempels mit definierter Oberfläche von einem Quadratzentimeter ermittelt. Die Patienten bekamen 14 Tage lang täglich einmal 400 mg des neuen, retardierten Flupirtin-Präparats. Das entspricht 3 x 100 mg der nichtretardierten Formulierung.

Bereits nach einer Woche war die subjektive Schmerzintensität auf der Schmerzskala von 7 auf 3,8 und nach 14 Tagen auf 3 gesunken. Die Druckschmerz-Schwelle erhöhte sich binnen 14 Tagen von 2,6 auf 4,4 Kilopond/cm2 und die maximale Schmerztoleranz von 3,8 auf 6,5 Kilopond/cm2.

Auch die Eindringtiefe des Metallstempels in das Gewebe unter definiertem Druck von 3 Kilopond/cm2 stieg als Zeichen des gesenkten Muskeltonus um 18 Prozent. "Das heißt, die Muskeln sind weniger schmerzempfindlich geworden, und die Patienten konnten höhere Druckwerte aushalten", so Müller-Schwefe.

Als vorteilhaft beurteilte er, daß die unter Flupirtin gelegentlich beobachtete Müdigkeit unter dem retardierten Präparat deutlich geringer ausgeprägt war.

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