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Fondaparinux senkt Mortalität und Infarktrate

ATLANTA (ob). Der Faktor-Xa-Hemmer Fondaparinux senkt beim akuten Myokardinfarkt im Vergleich zur Standardtherapie signifikant die Sterblichkeits- und Re-Infarktrate. Ein entsprechender Nutzen konnte in der OASIS-6-Studie ohne Zunahme von Blutungskomplikationen erzielt werden.

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Fondaparinux (Arixtra®) wird etwa zur Prophylaxe venöser Thromboembolien bei bestimmten Risikogruppen bereits in der Praxis therapeutisch genutzt. In der OASIS-6-Studie sollte geprüft werden, ob dieser Faktor-Xa-Hemmer auch in der antithrombotischen Akutbehandlung von Patienten mit Myokardinfarkt (mit ST-Streckenhebung) klinischen Komplikationen vorbeugen kann.

In dieser Studie ist die Hälfte der insgesamt 12 092 Patienten zusätzlich zur sonstigen Therapie bis zu acht Tage lang mit Fondaparinux behandelt worden. Die andere Hälfte (Kontrollgruppe) erhielt unfraktioniertes Heparin (UFH) oder Placebo (wenn UFH nicht indiziert war).

    Kein Vorteil bei Patienten mit primärer PTCA.
   

Primärer kombinierter Studienendpunkt war die Rate der Todesfälle und Re-Infarkte nach 30 Tagen. Diese Rate wurde durch Fondaparinux von 11,2 Prozent in der Kontrollgruppe auf 9,7 Prozent gesenkt, was einer signifikanten Risikoreduktion um 14 Prozent entspricht, berichtete Studienleiter Professor Salim Yusuf beim Kongreß des "American College of Cardiology" in Atlanta.

Bereits nach neun Tagen (Risikoreduktion: 17 Prozent) wie auch am Ende der Beobachtungszeit nach drei bis sechs Monaten (Risikoreduktion: 12 Prozent) bestand jeweils ein signifikanter Vorteil der Fondaparinux-Behandlung.

Auch die Mortalität als Komponente des primären Endpunkts war über die gesamte Studiendauer in der Fondaparinux-Gruppe signifikant niedriger als in der Kontrollgruppe, betonte Yusuf. Überraschenderweise war die Fondaparinux-Therapie mit weniger Blutungskomplikationen behaftet.

Patienten, die eine Fibrinolyse oder keine Revaskularisation erhielten, profitierten deutlich von Fondaparinux. In der Subgruppe mit perkutaner Koronarintervention als Primärtherapie war der Faktor-Xa-Hemmer hingegen nicht von Vorteil.

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