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Forscher machen Hühnereier zur Protein-Fabrik

MIDLOTHIAN (ple). Therapeutisch nutzbare Eiweiße wie Interferon lassen sich auch in Hühnereiern produzieren. Der Vorteil: Es können große Proteinmengen kostengünstig hergestellt werden. Bisher wird Interferon etwa in Hamster-Zellen produziert.

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Britischen Forschern am Roslin-Institut in Midlothian, in dem auch das Schaf Dolly durch Klonen geschaffen wurde, ist es gelungen, das Erbgut von Hühnern so zu verändern, dass das Eiweiß mit monoklonalen Antikörpern zur Melanom-Therapie oder mit Interferon-beta-1a angereichert ist.

Wie die Forscher heute in der Online-Ausgabe der US-Zeitschrift "Proceedings of the National Academy of Sciences" berichten, bauten sie dazu das entsprechende Gen in das Gen von Ovalbumin ein und erzeugten damit transgene Hühnerembryonen. Die Forscher wählten Ovalbumin aus, weil sein Anteil am Eiweiß mehr als die Hälfte ausmacht.

In Laborversuchen konnten die Wissenschaftler um Dr. Helen Sang nachweisen, dass das in Eiern der transgenen Hühner angereicherte Beta-Interferon tatsächlich wirksam ist und Zellen vor der Infektion mit Viren schützt.

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