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Fragen zur Naturmedizin? Ärzte genießen höchstes Vertrauen

HAMBURG (di). Das Interesse der Deutschen an der Naturheilmedizin steigt. Das größte Vertrauen schenken Menschen in Fragen der Naturmedizin dem Arzt, viele wünschen sich aber mehr Informationen.

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Diese Ergebnisse präsentierte Professor Josef Beuth vom Kölner Institut zur wissenschaftlichen Evaluation naturheilkundlicher Verfahren. Sein Institut hatte im Auftrag des Unternehmens Pascoe zur Jahresmitte 1056 Menschen über ihre Einstellung zur Naturheilmedizin befragt.

"Der Begriff Naturheilmedizin ist positiv besetzt", sagte Beuth bei der Vorstellung der Ergebnisse in Hamburg. Denn 81 Prozent der Befragten würden die Naturmedizin im Falle einer Erkrankung einem rein chemisch definierten Medikament vorziehen. Onkologe Beuth mahnte in dieser Frage aber zur Differenzierung: In der Bevölkerung sei oft nicht bekannt, dass auch in der Naturmedizin Nebenwirkungen möglich seien.

Die Umfrage machte auch deutlich, dass sich rund 30 Prozent der Bevölkerung in Fragen der Naturmedizin als gut oder sehr gut informiert fühlen. Dies trifft vor allem auf Frauen mit hohem Bildungsgrad zu. Beuth sieht hier aber noch Potenzial - immerhin ein Drittel fühlt sich kaum oder gar nicht informiert, ein weiteres Drittel nur eingeschränkt.

Das mit Abstand höchste Vertrauen genießen in Fragen der Naturmedizin Ärzte. Zwei Drittel der Befragten vertrauen in diesem Punkt Medizinern, rund 53 Prozent den Apothekern, 46 Prozent den Heilpraktikern. In vergleichbarer Größenordnung liegt das Vertrauen in Familie, Freunde und Bekannte als Informationsquelle für Naturmedizin. Wenig vertrauenswürdig erscheinen die Massenmedien der Bevölkerung: Dem Fernsehen, dem Rundfunk und Tageszeitungen vertraut jeweils nur jeder zehnte Befragte.

Für eine "gute und gesicherte Qualität" sind mehr als drei Viertel der Befragten bereit, zusätzliches Geld auszugeben. Bei Naturmedizin aus Asien sind die deutschen Patienten misstrauisch. Über 40 Prozent der Befragten sind skeptisch, ob die importierte Naturheilmedizin aus dem fernen Osten deutschen Qualitätsanforderungen entspricht.

Die aktuellen Umfragedaten bestätigen einen langfristigen Trend, wie Dr. Edgar Piel vom Institut für Demoskopie Allensbach unterstrich. Nach seinen Angaben setzen immer mehr Menschen besonders in der Vorbeugung auf Naturmedizin. Im Krankheitsfall sind aber nur fünf Prozent auf Naturmedizin fixiert.

Die Studie im Volltext kann abgerufen werden unter: http://www.pascoe-global.com

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