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Gegen Tumorschmerz lässt sich mehr tun!

Der 11. März ist der "Nationale Tag gegen den Tumorschmerz". Mit diesem Aktionstag will die Deutsche Gesellschaft zum Studium des Schmerzes auf die Defizite in der Schmerztherapie von Krebskranken aufmerksam machen und Patienten und Ärzte über die Therapiemöglichkeiten informieren.

Dr. Ulrike MarondeVon Dr. Ulrike Maronde Veröffentlicht:

Etwa zwei Drittel der Krebspatienten haben trotz ärztlicher Betreuung chronische Schmerzen, die nicht ausreichend gelindert sind. Schmerzstärke und Schmerzqualität, Dauer- und Durchbruchschmerzen würden oft gar nicht erfasst, so Dr. Stefan Wirz, Sprecher des Arbeitskreises Tumorschmerz im Gespräch mit der "Ärzte Zeitung". Das verhindere eine adäquate Schmerztherapie. Diese ist besonders auch eine Domäne der Hausärzte. Denn viele Krebskranke mit fortgeschrittener Tumorerkrankung wollen nicht ins Krankenhaus, sie möchten zu Hause ärztlich betreut werden und dort sterben.

Um das Bewusstsein in der Bevölkerung, bei Patienten und Angehörigen sowie bei Ärzten für das Problem Tumorschmerz zu schärfen, hat der Arbeitskreis Tumorschmerz der Deutschen Gesellschaft zum Studium des Schmerzes (DGSS) den 11. März zum "Nationalen Tag gegen den Tumorschmerz" ausgerufen. Der Tag findet im Rahmen des "Global Year Against Cancer Pain" (Oktober 2008 bis Oktober 2009) statt. Gemeinsames Ziel ist es, die schmerztherapeutische Versorgung bei Tumorpatienten zu verbessern. Mit mehreren regionalen Aktionen und einer bundesweiten Telefonaktion wollen die DGSS-Experten über die Therapieoptionen bei Tumorschmerz aufklären. Mit einer modernen Schmerztherapie ist es möglich, eine ausreichende Schmerzlinderung bei 90 Prozent der Tumorpatienten zu erreichen, betonte Wirz.

Zur medikamentösen Schmerztherapie hat sich das WHO-Stufenschema seit Langem bewährt, das sich an der Schmerzintensität orientiert. Danach wird bei starken Schmerzen ein Nicht-Opioidanalgetikum mit einem Opioid kombiniert. Da ein Schmerz mehrere Facetten haben kann, sollte früh auch mit geeigneten Koanalgetika behandelt werden. So haben sich zum Beispiel bei Patienten mit neuropathischer Schmerzkomponente Antidepressiva und Antikonvulsiva bewährt. Bei Knochenschmerzen aufgrund von Metastasen sind Bisphosphonate eine Option.

Am Mittwoch, den 11. März, werden wir ausführlich zur Diagnostik und Therapie bei Tumorschmerz informieren.

Aktionen für Patienten und Angehörige

Eine Auswahl der Aktionen:

Telefonaktion am 11. März: Fragen von Patienten und Angehörigen zur Therapie bei Tumorschmerzenbeantworten Experten der DGSS in der Zeit von 13.00 bis 14.30 Uhr unter der kostenlosen Hotline 0800 / 5 837 837

10. März - Bad Honnef CURA-Krankenhaus, 19.30 Uhr: Patientenforum Tumorschmerz

11. März - Würselen Medizinisches Zentrum Kreis Aachen, Betriebsteil Marienhöhe, 15.00 Uhr: Krebsschmerzen aus ärztlicher und pflegerischer Sicht

11. März - Geesthacht Fontiva Hospiz, 14 bis 16.30 Uhr und 16.30 bis 19.30 Uhr: Tumorschmerz, muss das sein?

12. März - Bocholt St.-Agnes-Hospital, 18.00 Uhr: Patientenforum Tumorschmerz

Fortbildung für Ärzte

Auswahl von Veranstaltungen:

11. März - Bocholt Krankenpflegeschule am St.-Agnes-Hospital, 18.00 Uhr: Vorträge zu den Themen - multimodales Schmerzkonzept bei großen Tumor-Operationen, - interventionell-endoskopische Therapie bei fortgeschrittenen gastrointestinalen Tumoren, - Fentanyl-Nasenspray bei Durchbruchschmerzen und Dyspnoe bei Tumorpatienten.

11. März - Geesthacht Fontiva Hospiz, 20.00 bis 21.30 Uhr: Tumorschmerztherapie und Aktuelles aus der Palliativmedizin

11. März - Nordhorn Krankenpflegeschule an der Euregio-Klinik, 16 Uhr: Vortrag zum Thema medikamentöse Tumorschmerztherapie mit Opiaten - Praxis und Probleme

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