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Gehtest als Kriterium für die Lungentransplantation

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NÜRNBERG (grue). Für Patienten mit idiopathischer Lungenfibrose ist die Lungentransplantation meist die einzige therapeutische Möglichkeit. Ob eine Transplantation indiziert ist, hängt hauptsächlich von der Lungenfunktion ab.

Wie Dr. Rainer Baumgartner vom Klinikum Großhadern in München belegt hat, eignet sich der Sechs-Minuten-Gehtest als indirekter Parameter für die Leistungsfähigkeit der Lunge.

In einer retrospektiven Studie erreichten von 50 Patienten mit Lungenfibrose in fortgeschrittenen Stadien neun eine Sechs-Minuten-Gehstrecke von weniger als 180 Meter. Die mittlere noch verbleibende Lebenszeit dieser Patienten betrug fünf Monate. Bei Lungenkranken, die im Test mehr als 180 Meter gehen konnten, lag die Lebenserwartung mit 43 Monaten signifikant höher.

"Das Abschneiden im Gehtest korreliert gut mit der Lungenfunktion", berichtete Baumgartner beim Pneumologen-Kongreß in Nürnberg. Das Lebensalter der Patienten habe dagegen keinen Einfluß auf die Sechs-Minuten-Gehstrecke.

Außerdem sei der Gehstreckentest einfach anwendbar, so Baumgartner. Er eigne sich womöglich dazu, die Indikation für eine Lungentransplantation zu stellen und die Einordnung auf der Warteliste unabhängig vom Lebensalter des Patienten zu begründen, sagt Baumgartner. Dies solle nun in einer prospektiven Studie geprüft werden.

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