Datenbank-Analyse

Gicht-Patienten oft ohne Medikation

Veröffentlicht: 27.06.2016, 13:48 Uhr

LONDON. Bei der medikamentösen Therapie von Gicht-Patienten gibt es noch reichlich Luft nach oben. Mit 22 Prozent erhält nur eine Minderheit binnen 30 Tagen nach der Diagnose eine harnsäuresenkende Therapie. Im Jahr nach der Diagnose steigt dieser Anteil zwar, aber nur auf 34 Prozent. Das hat die Auswertung einer Datenbank mit über 18.000 Gicht-Patienten in Schweden ergeben (EULAR 2016, Poster THU0520).

Waren die Patienten männlich, bereits über 60 Jahre alt oder hatten eine eingeschränkte Nierenfunktion oder eine oder mehrere Komorbiditäten, erhielten sie eher einen Harnsäuresenker. Von jenen Patienten mit Therapie stoppten 39 Prozent binnen 125 Tagen diese zeitweilig. Im gesamten ersten Jahr unternahmen sogar 65 Prozent einen zeitweiligen Stopp. Dabei müsse die harnsäuresenkende Therapie meist lebenslang erfolgen, betonte Professor Eliseo Pascual vom Uniklinikum in Sant Joan d'Alacant in Spanien beim EULAR-Kongress. (hub)

Mehr zum Thema

Entzündungsmechanismus entdeckt

Der Entstehung von Rheuma auf der Spur

Schlagworte
Kommentare

Sie müssen angemeldet sein, um einen Kommentar verfassen zu können.
Die Newsletter der Ärzte Zeitung

Lesen Sie alles wichtige aus den Bereichen Medizin, Gesundheitspolitik und Praxis und Wirtschaft.

NEU als Themen abonnierbar: Frauengesundheit und Kindergesundheit

Newsletter bestellen »

Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte, Medizinstudenten, MFA und weitere Personengruppen viele Vorteile.

Die Anmeldung ist mit wenigen Klicks erledigt.

Jetzt anmelden / registrieren »

Top-Meldungen
EBM-Reform in jetziger Form wird abgelehnt

KBV-Vertreterversammlung

EBM-Reform in jetziger Form wird abgelehnt

Entwarnung für Metformin

BfArM

Entwarnung für Metformin

Erhöhen Pestizide das Hautkrebsrisiko?

Mögliche Gefahr für Landwirte

Erhöhen Pestizide das Hautkrebsrisiko?

Diese Website verwendet Cookies. Weitere Informationen zu Cookies und und insbesondere dazu, wie Sie deren Verwendung widersprechen können, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.  Verstanden