Glukosekontrolle rund um Op ist suboptimal

DÜSSELDORF (run). Eine gute Einstellung des Blutzuckers wirkt sich bekanntlich bei Diabetikern unter anderem positiv auf die Wundheilung aus. Das gilt auch bei Operationen. Doch die Blutzuckerkontrolle vor, während und nach einem Eingriff scheint ein Stiefkind zu sein.

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Kollegen der Uniklinik Düsseldorf und des St. Martinus Krankenhauses in Langenfeld haben untersucht, ob Diabetiker bei einem Krankenhausaufenthalt eine gute Stoffwechseltherapie auch dann erhalten, wenn sie wegen einer anderen Erkrankung operiert werden. Denn eine schlechte Einstellung erhöht das Risiko für perioperative infektiöse und kardiovaskuläre Komplikationen.

Insgesamt wurde in der DiTor-Studie (diabetes therapy in the operating room) bei 222 Typ-1- und Typ-2-Diabetikern, die an der Uniklinik operiert wurden, die Blutzuckerkontrolle rund um die Op geprüft (Diabetologe, 2008, 4, 13).

Ergebnis: Vor dem Eingriff wurde nur bei 52 Prozent der Patienten der Blutzucker bestimmt. Während der Op war das bei 90 Prozent der Fall, im Aufwachraum bei 88 Prozent und auf der Station nur bei 69 Prozent. Das heißt, dass bei jedem zehnten Patienten vor oder während der Op keine Messung stattfand.

Die durchschnittlichen Glukosewerte lagen zu den entsprechenden Zeitpunkten bei 142 mg/dl, 193 mg/dl, 162 mg/dl und 151 mg/dl. Nur bei 77 Patienten (35 Prozent) waren alle notwendigen Messungen erfolgt. Und nur bei sechs Patienten mit regelmäßiger Messung (knapp drei Prozent) war der Glukosewert durchweg im Zielbereich zwischen 80 und 150 mg/dl.

In Düsseldorf wurden nun aufgrund der Daten standardisierte Op-Prozesse in der Anästhesie und einheitliche Empfehlungen zur Blutzuckermessung und -therapie bei Diabetikern für alle Stationen erarbeitet.

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