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Gute Chancen für Fertilitätserhalt bei Morbus Hodgkin

Die Kryokonservierung von Ovargewebe bietet Krebspatientinnen Chancen zum Fertilitätserhalt.

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Auch Krebspatientinnen können nach überstandener Chemotherapie ein Baby bekommen - dank der Kryokonservierung von Ovargewebe.

Auch Krebspatientinnen können nach überstandener Chemotherapie ein Baby bekommen - dank der Kryokonservierung von Ovargewebe.

© Melissa Schalke / fotolia.com

MÜNCHEN (HD/bs). Eierstockgewebe entnehmen, einfrieren und nach der Krebstherapie zurück transplantieren - so einfach hört sich der Fertilitätserhalt durch Kryokonservierung von Ovargewebe zunächst an. Doch trotz ihrer Popularität ist die Technik noch nicht voll ausgereift, und wichtige Fragen sind noch zu klären.

Vor allem Frauen mit Brustkrebs oder Morbus Hodgkin wünschen Maßnahmen zum Erhalt der Fruchtbarkeit, wie Daten des Netzwerkes FertiPROTEKT zeigen. Das Netzwerk - bestehend aus 70 Zentren - dokumentiert seit 2006 fertilitätsprotektive Maßnahmen. "Die Frauen mit Mammakarzinom sind oft bereits 35 Jahre alt", sagte Professor Michael von Wolff aus Bern aus dem Leitungsteam von FertiPROTEKT, beim Gynäkologen-Kongress in München. Patientinnen mit Hodgkin-Lymphom seien dagegen meist jünger. Die Kryokonservierung von Ovargewebe sei daher vor allem bei ihnen zu erwägen - das Ovar sei noch größer und das Gewebe besser geeignet.

Nicht endgültig geklärt ist nach Angaben des Schweizer Experten, ob man das komplette Ovar entfernen sollte oder nur das halbe. Von Wolff favorisiert die Entnahme des halben Eierstocks wegen der geringeren Invasivität und plädiert für das langsame Einfrieren statt eines Kälteschocks (Vitrifizierung). Auch in puncto Transplantation des Ovargewebes gibt es noch Unklarheiten. Es scheint sich aber eine Tendenz abzuzeichnen, dass die orthotope der heterotopen Transplantation vorzuziehen ist. Konkreter wurde der Experte bei der Frage nach dem Risiko von Metastasen: "Dieses ist bei Leukämien sehr hoch, bei Brustkrebs und Hodgkin-Lymphom dagegen gering."

Die Zahl der dank dieser fertilitätserhaltenden Maßnahme geborenen Kinder sei noch gering, so von Wolff. Daher seien Aussagen zu den Erfolgsaussichten schwierig. Nur ein hervorragend arbeitendes Team erziele eine "Baby-Take-Home-Rate" von schätzungsweise 20 bis 30 Prozent.

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