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Gynäkologen für schriftliche Einladung zur Früherkennung

MAINZ (mm). Frauen sollten jährlich schriftlich zu Früherkennungsuntersuchungen eingeladen werden. Nur so könne die Zahl von Patientinnen mit Gebärmutterhalskrebs weiter reduziert werden

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Für dieses Vorgehen plädierte Dr. Werner Harlfinger, Vorsitzender des rheinland-pfälzischen Berufsverbandes der Frauenärzte, beim 1. Mainzer Vorsorge-Gipfel. Seit 1971 würden Krebsfrüherkennungsuntersuchungen in der Frauenheilkunde bereits angeboten. Die damaligen Erkrankungen an Gebärmutterhalskrebs (36 auf 10 000) seien bis heute auf ein Drittel (12 auf 10 000) reduziert worden - und das, obwohl nur etwa 50 Prozent der Frauen jährlich zur Vorsorge gehen.

Diese Zahlen könnten jedoch verbessert werden, wenn die Frauen aktiv zu Krebsvorsorgeuntersuchungen eingeladen werden könnten, zeigt sich Harlfinger überzeugt. Die Zahlen belegten dies, denn 80 Prozent der an Gebärmutterhalskrebs Erkrankten hätten in den vergangenen drei bis fünf Jahren keine Krebsfrüherkennungsuntersuchung wahrgenommen, sagte der Frauenarzt.

Der Mainzer Vorsorge-Gipfel war die bundesweit erste konzertierte Aktion, bei der über 100 Frauenärzte Konzepte für bessere Präventionsangebote diskutierten. 10 000 niedergelassene Frauenärzte gibt es derzeit bundesweit.

"In Planung sind neue Präventionsprogramme "Harninkontinenz", "Adipositas/Ernährungsberatung" und die G1, die gynäkologische Gesundheitsvorsorge für 12- bis 17-Jährige", kündigte Dr. Christian Albring, Präsident des Berufsverbandes der Frauenärzte (BVF) an.

Prävention sei seit jeher ein Hauptbestandteil frauenärztlicher Tätigkeit. "45 Prozent unser kassenärztlichen Tätigkeit dienen schon bisher der Prävention. Damit kommt den Gynäkologen eine Kernkompetenz in diesem Bereich zu", so der BVF-Präsident. Seit der Einführung der HPV-Impfstoffe gegen Gebärmutterhalskrebs habe auch die Primärprävention durch Impfen in der Frauenarztpraxis an Bedeutung gewonnen. Bei Impfleistungen stünden Frauenärzte an dritter Stelle hinter den Kinder- und Hausärzten. Es sei jedoch zu wünschen, dass künftig mehr Kollegen das gesamte Impfspektrum abdecken würden.

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