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Hilfe bei starken BPH-Symptomen

PARIS (grue). Eine Kombitherapie mit Dutasterid plus Tamsulosin kann BPH-Beschwerden deutlich stärker lindern als eine Monotherapie. Das belegen erste Zwischenergebnisse aus einer 4-Jahres-Studie.

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Geprüft wird derzeit die Kombinationstherapie mit dem 5-Alpha-Reduktasehemmer Dutasterid (Avodart®) und dem Alpha-Blocker Tamsulosin in der COMBAT×-Studie. An der dreiarmigen Studie nehmen insgesamt 4800 Männer mit mäßig-starken bis starken Prostatabeschwerden und vergrößerter Prostata teil. Nach jetzt zwei Jahren liegen erste Zwischenergebnisse der Studie vor.

Danach fiel bei einer Behandlung mit 0,5 mg Dutasterid plus 0,4 mg Tamsulosin täglich der Wert auf der Internationalen Prostatasymptomskala IPSS (maximal 35 Punkte) um 6,2  Punkte. Bereits ein Abfall um drei Punkte auf der Skala sei klinisch relevant, sagte Professor Claus Roehrborn aus Dallas in den USA. Mit Dutasterid allein fiel der IPSS-Wert lediglich um 4,9 Punkte und mit der Tamsulosin-Monotherapie um 4,3 Punkte.

"Bei stärkeren Prostatabeschwerden ist die Kombination von zwei Medikamenten verschiedener Substanzklassen offenbar sinnvoll, denn es wird eine additive Wirkung erzielt", so Roehrborn auf einer Veranstaltung von GlaxoSmithKline in Paris. Patienten mit Kombitherapie hätten außerdem einen stärkeren Harnstrahl. Im Vergleich zu den Monotherapien sei das ab dem sechsten Therapiemonat statistisch signifikant gewesen.

Die Kombitherapie führte zwar etwas häufiger zu unerwünschten Wirkungen (24 Prozent verglichen mit 18 Prozent mit Dutasterid und 16 Prozent mit Tamsulosin), wurde aber deshalb kaum abgebrochen. Die Studie wird noch weitere zwei Jahre fortgesetzt. Die Langzeittherapie soll zeigen, ob die Kombitherapie auch das Risiko für BPH-Progression, Harnverhalt und BPH-Operationen senkt.

×COMBAT: Combination of Avodart®

and Tamsulosin

Kombitherapie stärkt den Harnstrahl.

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