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Hoffnung auf Alzheimer-Impfung

Von Thomas Müller Veröffentlicht:

Durch eine einfache Impfung Morbus Alzheimer stoppen? Es wäre zu schön gewesen, um wahr zu sein. Doch in der ersten großen Alzheimer-Impfstudie entwickelten vor drei Jahren 18 von 300 Patienten eine schwere Meningoenzephalitis, zwei sind vermutlich an den Folgen der Entzündung gestorben. Die Studie wurde schließlich abgebrochen.

Ein schwerer Rückschlag? Mitnichten, wie die Ergebnisse der dreijährigen Nachbeobachtung zeigen, die jetzt veröffentlich worden sind. So funktionierte die Impfung zumindest bei einem Teil der Patienten. Etwa 20 Prozent der Geimpften entwickelten Antikörper gegen das Protein Beta-Amyloid, das an der Alzheimer-Pathogenese beteiligt ist.

Und je höher die Antikörper-Titer bei den Patienten nach der Impfung waren, umso deutlicher war der Effekt: Bei einem Teil der Patienten schritt die Erkrankung seither kaum voran.

Noch ist eine Impfung gegen Beta-Amyloid zu riskant und nutzt nur einem Teil der Alzheimer-Kranken. Doch gelingt es, den Impfstoff so zu verbessern, daß es zu keinen schweren Komplikationen mehr kommt, dann hat man erstmals eine kausale Therapie bei Morbus Alzheimer. Ein besserer Ansatz ist derzeit nicht in Sicht.

Lesen Sie dazu auch: Alzheimer-Impfung wirkt noch nach drei Jahren

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