Studie

Hohes Arbeitspensum häufig Ursache für Kopfweh

OSLO (BS). Vielen Berufstätigen machen Kopfschmerzen zu schaffen. Besonders gefährdet sind Angestellte, die ein hohes Arbeitspensum bewältigen müssen oder ihre Tätigkeit als unbefriedigend empfinden.

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Dass psychologische und soziale Faktoren der Erwerbstätigkeit die Entstehung von Rückenschmerzen beeinflussen können, ist bekannt. Ähnliches gilt offenbar für Kopfschmerzen, wie eine prospektive Studie aus Norwegen ergeben hat (Pain 2012; 153 (10): 2119-2132.).

3574 Angestellte, von ungelernten Verkäufern bis zu Managern, hatten im Abstand von zwei Jahren zu Arbeitsbedingungen und Kopfschmerzen Auskunft gegeben.

Knapp die Hälfte der Studienteilnehmer hatte in den vier Wochen vor Studienbeginn mindestens einmal an Kopfschmerzen gelitten. Frauen waren häufiger und stärker betroffen.

Generell nahm der Schweregrad von Kopfschmerzen mit dem Alter ab. Auch Manager und hohe Beamte wurden seltener davon geplagt.

Arbeitsklima hat keinen großen Einfluss

Das Kopfschmerzrisiko hing außerdem von den Anforderungen des Berufes ab: Ein hohes Arbeitspensum, wenig Kontrolle über die Arbeitsbelastung und eine geringe Entscheidungsbefugnis trieben das Risiko nach oben.

Verstärkt kopfschmerzgefährdet waren auch Personen, die mit ihrem Arbeitsplatz nicht zufrieden waren oder dadurch in einen Rollenkonflikt kamen.

Andere psychosoziale Faktoren wie Unterstützung durch den Vorgesetzten oder das Arbeitsklima hatten dagegen keinen signifikanten Einfluss auf die Häufigkeit von Kopfschmerzen.

Ebenso wenig nachzuweisen war ein Zusammenhang mit mechanischen Faktoren wie starker physischer Beanspruchung oder einer Arbeitshaltung mit den Armen in oder über Schulterhöhe.

Quelle: www.springermedizin.de

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