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Hyposensibilisierung geht jetzt im Zeitraffer

WIESBADEN (ikr). Mit der spezifischen Immuntherapie lassen sich die Symptome bei Heuschnupfen oder Hausstaubmilben-Allergie deutlich reduzieren. Viele Patienten scheuen jedoch die lange Therapiedauer und die häufigen Arztbesuche, besonders zu Beginn der Behandlung. Mit einer Cluster-Therapie läßt sich die Aufdosierungsphase wesentlich verkürzen.

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Eine spezifische Immuntherapie (SIT) mit herkömmlichen Präparaten ist recht zeitaufwendig: Das Allergen, gegen das der Patient sensibilisiert ist und gegen das er IgE-Antikörper bildet, wird mit ein oder zwei Injektionen pro Woche in aufsteigender Dosis bis zu 16 Wochen bis zur angestrebten Höchstdosis verabreicht.

Die Erhaltungsdosis wird dann meist in monatlichem Abstand über drei Jahre appliziert. Bei einer sogenannten Cluster-Therapie, etwa mit dem Allergenextrakt Depigoid®, geht zumindest die Aufdosierung schneller.

Mit diesem speziell aufgereinigten Allergenextrakt ist eine extrem kurze Aufdosierungsphase möglich, wie Professor Ludger Klimek aus Wiesbaden beim Kongreß des Ärzteverbandes Deutscher Allergologen in Wiesbaden berichtet hat. Das Präparat wird mit vier subkutanen Injektionen innerhalb von lediglich drei Wochen in aufsteigender Dosierung subkutan verabreicht.

Mit der hierbei erzielten Höchstdosis wird dann in vier- bis sechswöchigen Abständen weiter behandelt, so der Allergologe bei einer Veranstaltung des Unternehmens Novartis. Somit könne die Behandlung auch noch kurz vor der Pollensaison beginnen, da die Maximaldosis rasch erreicht werde.

Der Extrakt zur Behandlung bei allergischer Rhinitis, allergischer Konjunktivitis und allergischem Asthma wird nach einem neuartigen, patentierten Verfahren (Depigmentierung) hergestellt. Dabei werden die in Allergenextrakten enthaltenen Pigmente wie Flavonoide, Tannine und Melanoidine sorgfältig entfernt.

Das sind nach Angaben von Klimek allergologisch irrelevante Verbindungen, die aber zu unerwünschten Effekten führen können. Der speziell gereinigte Extrakt habe sich in Studien als effektiv und besonders gut verträglich erwiesen, so Klimek.



STICHWORT

Immuntherapie

Bei der spezifischen Immuntherapie (SIT) ist die subkutane Allergen-Applikation nach wie vor der Standard. Bei der klassischen Form beginnt im Herbst eine etwa achtwöchige Aufsättigungsphase, gefolgt von einer Erhaltungstherapie in vier- bis sechswöchigen Abständen über drei Jahre. Eine weitere Option ist die Cluster-Therapie mit verkürzter Aufsättigungsphase.

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