Hyposensibilisierung wirkt zwölf Jahre

AARAU (ikr). Von einer spezifischen Immuntherapie profitieren Patienten mit einer Gräserpollen-Allergie nicht nur kurzfristig, sondern anhaltend, über mindestens zwölf Jahre. Außerdem schützt eine solche Behandlung vor Neusensibilisierungen, wie eine Studie mit Kindern jetzt ergeben hat.

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Zwischen 1989 und 1991 erhielten 14 Kinder mit Graspollen-Allergie eine dreijährige subkutane spezifische Immuntherapie (SIT) mit einem Gräserpollen-Allergoid. 14 weitere Kinder, bei denen die Eltern eine Hyposensibilisierung ablehnten, gehörten zur Kontrollgruppe. Sie erhielten eine herkömmliche medikamentöse Therapie, etwa mit Antihistaminika (Allergy 61, 2006, 198).

Primäre Endpunkte waren die Stärke der Heuschnupfen-Symptome und der Medikamentenverbrauch - jeweils beurteilt nach einem Punkte-System. Nicht nur sechs Jahre nach Therapieende, sondern auch noch zwölf Jahre danach waren die Symptome und der Medikamentenverbrauch bei den Patienten, die eine SIT erhalten hatten, signifikant geringer als bei der Kontrollgruppe ohne Hyposensibilisierung.

Außerdem waren Neusensibilisierungen nach der SIT wesentlich seltener. So reagierten zu Beginn der Studie in der SIT-Gruppe 40 Prozent und in der Kontrollgruppe 42 Prozent zusätzlich auf Baumpollen allergisch, zwölf Jahre nach Therapieende waren es 67 Prozent in der SIT-Gruppe, jedoch 90 Prozent in der Kontrollgruppe. Ein weiteres Ergebnis: Zwölf Jahre nach der Hyposensibilisierung war auch die Asthma-Prävalenz in der SIT-Gruppe tendenziell geringer als in der Kontrollgruppe.

Weitere Infos zu Pollenallergie gibt es unter http://www.dgaki.de/ Link: Positionspapiere

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