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IQWiG erkennt Nutzen von Antidementiva an

KÖLN (mut). Das IQWiG hat jetzt seinen Abschlussbericht zur Bewertung von Cholinesterase-Hemmern vorgelegt. Donepezil, Galantamin und Rivastigmin können den Abbau kognitiver Fähigkeiten bei leichter oder mittelschwerer Alzheimer-Demenz geringfügig verzögern, so das Ergebnis des Kölner Instituts.

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Zudem gebe es Hinweise, dass die Mittel die Geschwindigkeit verlangsamen, mit der Alzheimer-Patienten die Fähigkeit verlieren, Aktivitäten des täglichen Lebens zu bewältigen, teilt das IQWiG mit. Für nicht belegt hält es jedoch einen Nutzen bei der Lebensqualität und der Vermeidung von Aufenthalten in Pflegeheimen. Alle Präparate hätten zudem dosisabhängig erhebliche unerwünschte Wirkungen. Das Institut hatte für seinen Bericht nur randomisierte kontrollierte Studien berücksichtigt.

In einer gemeinsamen Erklärungen sehen die vier Anbieter von Cholinesterase-Hemmern den Nutzen der Mittel durch das IQWiG anerkannt. Damit stehe die Einschätzung des Instituts im Einklang mit Empfehlungen internationaler und nationaler Leitlinien, teilen Janssen-Cilag, Novartis, Eisai und Pfizer mit. Sie kritisieren jedoch, dass das IQWiG aufgrund seiner Methodik viele Studien unberücksicht ließ. Nach Daten dieser Studien könnten die Arzneien auch den Pflegeaufwand senken, die Lebensqualität von Angehörigen und Patienten bessern und den Zeitpunkt einer Heimaufnahme hinauszögern.

Konsequenzen für die Therapie hat der Bericht derzeit nicht. Er wurde an den Gemeinsamen Bundesausschuss weitergeleitet. Beschlüsse des Ausschusses werden erst wirksam, wenn sie vom Ministerium nicht beanstandet und im Bundesanzeiger veröffentlicht worden sind.

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