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Immuntherapie bei Heuschnupfen reduziert Medikamentenverbrauch

LONDON (ner). Eine subkutane spezifische Immuntherapie (SCIT) reduziert die Symptome einer pollenbedingten allergischen Rhinitis und auch den Bedarf an Antihistaminika und Kortikoiden. Die SCIT ist aber nicht nur gut wirksam, wie eine Metaanalyse bestätigt, sondern auch gut verträglich. Jetzt ist die Zeit, mit einer SCIT zu beginnen.

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In einer Auswertung von 51 Studien mit Baum-, Gräser- und Kräuterpollenallergikern erwies sich die SCIT erwies als sichere Behandlung: Adrenalin-Injektionen aufgrund systemischer Nebenwirkungen waren bei 0,13 Prozent von 14 085 Therapie-Injektionen erforderlich, mit Placebo lag die Rate bei 0,01 Prozent.

Todesfälle gab es nicht, auch keine langfristigen unerwünschte Effekte (Cochrane Database Syst Rev 1, 2007, CD001936). Vor allem bei Allergikern mit zusätzlich bestehendem Asthma muss offenbar vermehrt mit unerwünschten Wirkungen unter der Immuntherapie gerechnet werden.

Für Patienten mit Pollenallergien gegen Frühblüher ist in den kommenden Wochen die richtige Zeit, die Therapie zu beginnen. Und dass diese Therapie wirksam ist, hat die Metaanalyse ebenfalls untermauert.

Die Auswertung erfolgte dabei nach einer speziellen Methode, die Unterschiede in den Auswertungsverfahren der Einzelstudien kompensiert: nach der SMD (Standardised Mean Difference)-Methode. Danach ergab sich für die Symptomreduktion ein SMD-Wert von minus 0,73. Für die Reduktion des Medikamentenverbrauchs wurde ein Wert von minus 0,57 ermittelt. Es wurden also nur noch etwa halb so viel Medikamente benötigt wie ohne Therapie. In fünf Studien wurde außerdem eine gesteigerte Lebensqualität der Patienten in der Verum-Gruppe nachgewiesen.

Insgesamt 51 randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Studien mit insgesamt 2851 Allergie-Patienten wurden ausgewertet. Die Verumgruppen bestanden aus mehr als 1600 Patienten.

Weitere Infos gibt es unter: http://www.cochrane.org/reviews/en/ab001936.html

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