Direkt zum Inhaltsbereich

Immuntherapie lindert Allergie gegen Milch

BALTIMORE (ars). Für Kinder mit Milchallergie gibt es offenbar eine Möglichkeit, dieses verbreitete Nahrungsmittel doch noch zu tolerieren: eine orale Immuntherapie.

Veröffentlicht:
Immuntherapie lindert Allergie gegen Milch.

Immuntherapie lindert Allergie gegen Milch.

© Foto: godferwww.fotolia.de

Die Milchallergie erzeugt eine Unverträglichkeit durch eine immunologische Reaktion gegen Milcheiweiß, nicht wie die Laktoseintoleranz durch Mangel an dem Enzym Laktase. Die Milchallergie sei die häufigste Form der Lebensmittelallergie, die Kinder hätten eine Lebensqualität ähnlich wie Altersgenossen mit Diabetes, weil sie auf viele Speisen verzichten müssten, begründen die US-Forscher aus Baltimore ihre Studie.

Daran teilgenommen haben 19 Kinder zwischen sechs und 17 Jahren, die anfangs durchschnittlich nur 40 mg Milch (einen Viertel Teelöffel) vertrugen. Sie bekamen vier Monate randomisiert und doppelblind langsam steigende Mengen von Milchpulver oder ein gleich schmeckendes Placebo. Danach erhielten sie als Provokationstest das Allergen, um die tolerierte Dosis zu bestimmen.

Mit Placebo hatte sie sich nicht geändert, mit Verum jedoch war sie auf minimal 2540 mg (71 ml) und maximal 8140 mg (227 ml) gestiegen. Labortests ergaben, dass die Kinder mit Allergenexposition mehr Antikörper gegen Milch im Blut hatten. Die Autoren empfehlen den Kindern, deren Immunsystem eine Toleranz aufgebaut hat, täglich Milch zu trinken, um die Verträglichkeit zu erhalten. Möglicherweise verschwinde sie wieder, sobald die Kinder auf Milch verzichten (Journal of Allergy & Clinical Immunology in press).

Mehr zum Thema

Dissens in Bezug auf Wirksamkeit

Wem oder wogegen helfen Probiotika?

Galenus-Kandidat 2026

Erste orale Akuttherapie beim hereditären Angioödem

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Das könnte Sie auch interessieren
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
50 Jahre Jung-Preis

© Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung

50 Jahre Jung-Preis

Freiheit als Voraussetzung für medizinischen Fortschritt

Anzeige | Jung-Stiftung für Wissenschaft und Forschung
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: WAYPOINT-Studie: schnelle und signifikante Reduktion des SNOT-22-Scores über 52 Wochen

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [6]

Schwere, unkontrollierte CRSwNP

Wirkansatz an epithelialen Alarminen

Sonderbericht | Beauftragt und finanziert durch: AstraZeneca GmbH, Hamburg
Abb. 1: Signalkaskade der kardiovaskulären Inflammation

© Springer Medizin Verlag, modifiziert nach [9]

Sekundärprophylaxe nach Herzinfarkt

Therapie der kardiovaskulären Inflammation senkt das Risiko für kardiovaskuläre Ereignisse

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: APONTIS PHARMA Deutschland GmbH & Co. KG

T2D-Therapie jetzt auch mit Semaglutid 2 mg

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma Gmbh, Mainz
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Tipps von hausärztlichen Anwendern

Wenn Kollege KI in der Arztpraxis „assistiert“

DGIM 2026

Bewusstseinsstörungen: Der internistische Blick

Lesetipps