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Impfung schützt langfristig vor Zervixkarzinom-Vorstufen

MÜNCHEN (sto). Bei fast allen Frauen mit einem Zervix-Karzinom ist auch eine Infektion mit Humanen Papillom Viren (HPV) nachweisbar. Die beiden HPV-Typen 16 und 18 sind zusammen für etwa 70 Prozent der Erkrankungen ursächlich und gelten daher als Hochrisikotypen für die Entstehung eines Zervixkarzinoms. Bald wird es Impfstoffe dagegen geben. Sie werden bereits klinisch erprobt.

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Einer der Impfstoffe gegen HPV ist Cervarix® von GlaxoSmithKline. Daten aus der Follow-up-Analyse einer Placebo-kontrollierten Doppelblind-Studie mit dieser Vakzine belegen, daß es auch viereinhalb Jahre nach einer Impfung bei keiner der geimpften Frauen zu einer präkanzerösen Läsion im Zervixepithel kam.

In der Langzeitauswertung wurden die Studiendaten von fast 800 Frauen berücksichtigt, die entweder dreimal mit dem bivalenten Impfstoff gegen die HPV-Typen 16 und 18 oder mit einer Scheinvakzine geimpft wurden.

Im Vergleich zur Placebogruppe sei durch die Impfung ein hundertprozentiger Schutz vor persistierenden Infektionen durch die beiden HPV-Typen sowie für die Entwicklung von Krebsvorstufen erreicht worden, berichtete der Molekularbiologe Privatdozent Andreas Martin Kaufmann von der Charité in Berlin bei einer Fachpressekonferenz von GlaxoSmithKline (GSK) in München.

Die Nachbeobachtung habe zudem ergeben, daß die Antikörperkonzentrationen auch 4,5 Jahre nach der letzten Impfung immer noch hoch sind, so daß ein langandauernder Schutz erwartet werden könne. Nach Kaufmanns Darstellung weisen die Daten der Langzeitbeobachtung darüber hinaus darauf hin, daß der Impfstoff auch gegen Infektionen mit HPV 45 und HPV 31 schützt, den dritt- und vierthäufigsten krebsauslösenden Papillomviren bei Menschen.

Der Impfstoff von GSK bestehe aus virusähnlichen Partikeln, die jedoch keine Erbsubstanz der Viren enthalten, die krebsauslösend sein könnte, berichtete Kaufmann. Einen wesentlichen Anteil an der Wirksamkeit habe das von dem Unternehmen entwickelte Adjuvans AS04, das dem Impfstoff zugegeben wird und das die körpereigene Immunantwort zusätzlich stimuliert, so daß höhere Antikörperkonzentrationen erreicht werden.

Das Unternehmen hat - wie bereits berichtet - Anfang März die europäische Zulassung der Vakzine bei der Europäischen Arzneimittelagentur EMEA beantragt. Es erwartet, daß die Markteinführung im Frühjahr 2007 erfolgen kann.

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