Direkt zum Inhaltsbereich

In den meisten Bundesländern sinkt die Zahl der Drogentoten

BERLIN (dpa). Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gesunken. Die Zahl der Toten ging 2006 zum sechsten Mal in Folge zurück. Nach den meist auf dem Stand von Mitte Dezember basierenden vorläufigen Zahlen starben im gerade abgelaufenen Jahr 1175 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Rauschmittel.

Veröffentlicht:

Nach Informationen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch über 1200. Den abschließenden Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird es voraussichtlich Mitte des Jahres geben.

Wie eine dpa-Umfrage bei den Innenministerien der Bundesländer ergab, starben in der Hauptstadt mit 161 Menschen weiterhin überdurchschnittlich viele Drogenkonsumenten. Berlin verzeichnete aber einen deutlichen Rückgang, nachdem es dort 2005 noch 174 Opfer gegeben hatte. Betroffen waren 2006 wieder besonders Männer (79 Prozent).

Einen deutlichen Rückgang gab es auch in Bayern (185 Tote, minus sechs Prozent)  und Hamburg (21 Tote). In der Hansestadt stünden bei vielen Opfern allerdings noch gerichtsmedizinische Untersuchungen an, teilte die Innenbehörde mit. In Hessen wurden 2006 insgesamt 96 Todesfälle gezählt, 103 waren es noch 2005. Rückläufig sind die Zahlen auch in Brandenburg, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland. Zwei Drogentote mehr als im Vorjahr gab es in Baden-Württemberg. Überraschend nahm die Zahl der Drogentoten in Rheinland-Pfalz zu: Von 54 (2005) auf 78 (2006). Keine vorläufigen Zahlen nannte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema
Das könnte Sie auch interessieren
Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

© libre de droit | iStock

Update MS

Update Multiple Sklerose: Aktuelle Erkenntnisse und Entwicklungen

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

© Yozayo | iStock

Intrathekale Entzündung

Einfluss der MS-Therapie auf Immunzellen im Liquor

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Ein erreichbares Ziel bei MS?

© Merck KGaA

Therapiefreie Remission

Ein erreichbares Ziel bei MS?

Anzeige | Merck Healthcare Germany GmbH
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Kleine konkrete Schritte

So lassen sich Patienten zu mehr Therapieadhärenz motivieren

Lesetipps
Eine Frau liegt entspannt vor dem Meer in einer Hängematte.

© Peera_Sathawirawong / Getty Images / iStockphoto (Symbolbild mit Fotomodell(en))

Dritthäufigste Reiseerkrankung

Reisedermatosen: Wie vorgehen bei den drei häufigsten Tropenparasiten?

KI erleichtert Hackern Angriffe ernorm. Praxen sollten zumindest einmal überlegen, ob sie sich gegen solche Störungen absichern wollen, etwa mit Blick auf den Betriebsstillstand.

© Klaus Ohlenschläger / picture alliance

Für wenige Hundert Euro im Jahr

Warum Ärzte über eine Cyberversicherung nachdenken sollten