Suchtkrankheiten

In den meisten Bundesländern sinkt die Zahl der Drogentoten

BERLIN (dpa). Die Zahl der Drogentoten in Deutschland ist auf den niedrigsten Stand seit 17 Jahren gesunken. Die Zahl der Toten ging 2006 zum sechsten Mal in Folge zurück. Nach den meist auf dem Stand von Mitte Dezember basierenden vorläufigen Zahlen starben im gerade abgelaufenen Jahr 1175 Menschen an den Folgen des Konsums illegaler Rauschmittel.

Veröffentlicht: 08.01.2007, 08:00 Uhr

Nach Informationen der Drogenbeauftragten der Bundesregierung, Sabine Bätzing, waren es im Vergleichszeitraum des Vorjahres noch über 1200. Den abschließenden Drogen- und Suchtbericht der Bundesregierung wird es voraussichtlich Mitte des Jahres geben.

Wie eine dpa-Umfrage bei den Innenministerien der Bundesländer ergab, starben in der Hauptstadt mit 161 Menschen weiterhin überdurchschnittlich viele Drogenkonsumenten. Berlin verzeichnete aber einen deutlichen Rückgang, nachdem es dort 2005 noch 174 Opfer gegeben hatte. Betroffen waren 2006 wieder besonders Männer (79 Prozent).

Einen deutlichen Rückgang gab es auch in Bayern (185 Tote, minus sechs Prozent)  und Hamburg (21 Tote). In der Hansestadt stünden bei vielen Opfern allerdings noch gerichtsmedizinische Untersuchungen an, teilte die Innenbehörde mit. In Hessen wurden 2006 insgesamt 96 Todesfälle gezählt, 103 waren es noch 2005. Rückläufig sind die Zahlen auch in Brandenburg, Bremen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, Thüringen und im Saarland. Zwei Drogentote mehr als im Vorjahr gab es in Baden-Württemberg. Überraschend nahm die Zahl der Drogentoten in Rheinland-Pfalz zu: Von 54 (2005) auf 78 (2006). Keine vorläufigen Zahlen nannte das Innenministerium von Nordrhein-Westfalen.

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