Knollenblätterpilz

Infos in acht Sprachen

Veröffentlicht:

HANNOVER. Die Deutsche Gesellschaft für Internistische Intensivmedizin und Notfallmedizin (DGIIN) weist auf ein gehäuftes Auftreten schwerwiegender Pilzvergiftungen bei Asylsuchenden in Deutschland in den letzten Tagen und Wochen hin.

Mehr als 30 Flüchtlinge mussten mit drohendem oder bereits eingetretenem Leberversagen in deutschen Krankenhäusern behandelt werden, heißt es in einer Mitteilung der DGIIN. Hauptursache lebensbedrohlicher Pilzvergiftungen ist hierzulande der grüne Knollenblätterpilz (Amanita phalloides), dessen Fruchtkörper vor allem zwischen Ende Juli bis Oktober erscheint.

Dieser kann infolge der Ähnlichkeit mit essbaren Pilzarten (Wiesenchampignon) verwechselt werden. Zu erkennen ist der Knollenblätterpilz an einem 3 - 15 Zentimeter breiten Hut, der glockig bis schirmartig ausgebreitet ist. An der Unterseite befinden sich weiße Lamellen.

Der Giftpilz ist grün, grün-gelb oder weiß.Das Gift des Knollenblätterpilzes bleibt trotz Kochen vollständig erhalten. Bereits ein einzelner verspeister Pilz kann tödlich wirken. Symptome der Vergiftung (wie Brechdurchfall) treten erst mehrere Stunden nach dem Verzehr auf und es schließt sich dann ein symptomfreies Intervall an.

Daher ist die Gefahr des unerkannten Voranschreitens der Erkrankung infolge verzögerter Diagnose und Behandlung sehr groß.

In der Regel 2 - 4 Tage nach Pilzverzehr besteht das Vollbild eines akuten Leberversagens, häufig assoziiert mit einem Nierenversagen. Kommt es zu einem Fortschreiten der Erkrankung, kann trotz umfangreicher intensivmedizinischer Therapiemaßnahmen das Überleben oftmals lediglich durch eine Lebertransplantation gerettet werden.

Um Flüchtlinge und Asylsuchende zu informieren, hat die MH Hannover ein Plakat entworfen und in verschiedene Sprachen übersetzt. Dies sollte in allen Flüchtlingsunterkünften verbreitet werden. (eb)

Das Plakat steht zum Download bereit unter: www.mh-hannover.de/46.html

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Lebensmittelsicherheit

Paranüsse: Strahlenbelastung (k)ein Problem?

Frühe Nutzenbewertung

G-BA: Geringer Zusatznutzen für Nivolumab bei Ösophaguskrebs

Das könnte Sie auch interessieren
Welche Rolle spielt Zink?

© Tondone | AdobeStock

Immunsystem unterstützen:

Welche Rolle spielt Zink?

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Impf- und Zinkstatus im Blick

© Wörwag Pharma | KI-generiert

Bei Risikogruppen:

Impf- und Zinkstatus im Blick

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

© artemidovna | AdobeStock

Ernährungsfallen:

Wann die Zinkversorgung knapp werden könnte

Anzeige | Wörwag Pharma GmbH & Co. KG
Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: FIB-4 1,3: numerische 26%ige Risikoreduktion der 3-Punkt-MACE durch Semaglutid 2,4mg

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [17]

Kardiovaskuläre, renale und hepatische Komorbiditäten

Therapie der Adipositas – mehr als Gewichtsabnahme

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Novo Nordisk Pharma GmbH, Mainz

Chronisch kranke Kinder

Mangelernährung frühzeitig erkennen und konsequent angehen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Danone Deutschland GmbH, Frankfurt/Main
Abb. 1: Finale Analyse der SPOTLIGHT-Studie zum fortgeschrittenen, Claudin-18.2-positiven und HER2-negativen Adenokarzinom des Magens/AEG: Gesamtüberleben (PPS-Population)

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [8]

Adenokarzinom des Magens/gastroösophagealen Übergangs

Zolbetuximab: Standardtherapie bei CLDN18.2+/HER2− Magenkarzinomen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Astellas Pharma GmbH, München
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Hypoglykämie-Wahrnehmungsstörung

Was tun, wenn Unterzucker nicht bemerkt wird?

Lesetipps
Eine Figur steht in einem Irrgarten.

© imaginando / stock.adobe.com

Kasuistik

Patient mit juckendem Ausschlag: Irrwege bis zur richtigen Diagnose