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Interferon-Starterpack macht MS-Therapie leicht

MÜNCHEN (mop). Für einen einfachen und gut verträglichen Einstieg in eine subkutane Therapie mit Interferon beta-1a bei Multipler Sklerose (MS) gibt es jetzt die Rebif®-Startpackung.

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Unerwünschte Effekte des Interferons sind ein wesentliches Hemmnis für den Therapie-Erfolg bei Patienten mit MS. Häufig entscheidet die Verträglichkeit bereits bei Therapiebeginn über die Therapietreue. Untersuchungen haben ergeben, daß 20 Prozent der MS-Patienten ihre Interferon-Behandlung innerhalb der ersten drei Monate abbrechen.

In dieser kritischen Anfangsphase mit möglichen unerwünschten Effekten wie Fieber und grippeähnlichen Symptomen ist daher außer einer Begleitmedikation das schrittweise Aufdosieren des Interferon-Präparats eine sinnvolle Maßnahme zur Besserung der Verträglichkeit und damit der Compliance. Daran hat Dr. Norbert Zessack von Serono bei einer Veranstaltung des Unternehmens in München erinnert.

Zur praktischen Umsetzung dieser Strategie hat das Unternehmen die Startpackung entwickelt. Diese enthält 12 Fertigspritzen zur Titration des Interferons während des ersten Behandlungsmonats: Sechs Fertigspritzen mit 8,8 Mikrogramm Wirkstoff für die ersten zwei Wochen, sechs weitere mit 22 Mikrogramm Wirkstoff für die Wochen drei und vier. Die jetzt exakt eingestellte Startdosierung in einer 0,2 ml-Injektionslösung ermöglicht eine genaue Anwendung.

Außerdem vereinfacht sie den Therapie-Einstieg besonders für Patienten mit visuellen und motorischen Einschränkungen, betonte Zessack. Bisher gab es das Präparat nur als Fertigspritzen mit 0,5 ml Injektionslösung. Davon mußte für eine Dosisreduktion ein Teil der Lösung verworfen werden.

Für die Dauertherapie stehen weiterhin die beiden Dosierungen des Präparates (22 und 44 Mikrogramm) zur Verfügung.

Beta-Interferone gehören bei MS zu den Basistherapeutika der ersten Wahl. Sie sind in Deutschland die am häufigsten eingesetzten immunmodulatorischen Substanzen, deren Wirksamkeit auch über lange Zeit belegt ist, etwa in der Placebo-kontrollierte PRISMS-Studie (Prevention of Relapses and Disability by Interferon beta-1a Subcutaneously in MS).

Sie hat bei 560 Patienten mit rezidivierend-remittierender MS ergeben, daß mit Interferon beta-1a nach etwa 14 Jahren nur etwa 20 Prozent einen sekundär progredienten Krankheitsverlauf haben. Ohne Therapie ist das bei 50 bis 60 Prozent der Fall.

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