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Ist Vitamin D nützlich im Kampf gegen Tb?

WIESBADEN (ner). Vitamin D schützt womöglich bis zu einem gewissen Grade vor Tuberkulose. Sollten sich neue Studiendaten bestätigen, könnte dies helfen, die weltweiten Infektionen mit Mykobakterien zurückzudrängen, meint Professor Reinhard Berner vom Universitätsklinikum Freiburg.

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Eine australische Studie habe ergeben, dass afrikanische Immigranten mit latenter Tuberkulose signifikant niedrigere Vitamin-D-Spiegel hatten als solche ohne Tuberkulose (Tb). 78 Prozent der Menschen mit latenter Tb hatten einen schweren Vitamin-D-Mangel (Clin Infect Dis 46, 2008, 443). Hohe Vitamin-D-Spiegel waren in der Studie mit 375 Teilnehmern mit einer niedrigeren Wahrscheinlichkeit für eine Tb-Infektion assoziiert, berichtete Berner beim Pädiatrie Update in Wiesbaden.

Dass hohe Vitamin-D-Spiegel vor einer Tb oder vor einer Progression der Erkrankung schützen könnten, stützen nach Angaben des Kinderarztes und Infektiologen weitere Studienergebnisse. Demnach erhöht eine Dosis Vitamin D die Immunität gegen Mykobakterien in vitro. Vitamin D beeinflusse die Aktivierung von Makrophagen, die intrazelluläre Vermehrung von Mykobakterien werde verhindert oder reduziert.

In Afrika hat die Tuberkulose-Inzidenz erheblich zugenommen, vor allem dort, wo die HIV-Inzidenz sehr hoch ist. Für Industrieländer habe dies wegen der Migration von Menschen aus den Ländern Bedeutung, sagte Berner. Es sei zu hoffen, dass durch einfache und kostengünstige Vitamin-D-Ergänzung die Infektionsraten gesenkt sowie Millionen Todesfälle pro Jahr vermieden werden können. Entsprechende Studien seien bereits initiiert worden. "Aber auch in Deutschland sollten wir darauf achten, dass die Vitamin-D-Prophylaxe besonders von jenen Menschen betrieben wird, die ein vermehrtes Risiko für Tb haben", sagte Berner.

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