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Jodversorgung - Deutschland erreicht Ziele knapp

BERLIN (hub). Die Versorgung von Menschen in Deutschland mit Jod hat sich weiter verbessert. Aber: Die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden bisher nur knapp erreicht. Das hat der Kinder- und Jugendgesundheitssurvey (KiGGS) ergeben.

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Die ausgewerteten Urinproben von etwa 15 000 Kindern und Jugendlichen der Erhebung ergaben: Die Jodausscheidung liegt im Median bei 117 µg/l und damit am unteren Ende der von der WHO empfohlenen Spanne von 100 bis 200 µg/l. Auch die beiden weiteren WHO-Kriterien wurden knapp erreicht. So soll der Anteil von Personen mit einer Jodausscheidung unter 100 µg/l bei weniger als 50 Prozent liegen. KiGGS hat von 40 Prozent ergeben. Und weniger als 50 µg Jod/l Urin sollen maximal 20 Prozent der Bevölkerung ausscheiden. Die KiGGS-Daten: 17 Prozent (Ernährung 1, 2007, 220).

Aus diesen Ergebnissen folgern Dr. Michael Thamm und seine Kollegen vom Robert-Koch-Institut in Berlin, dass in Deutschland kein Jodmangel mehr herrscht. Das sei vor allem auf die Jodierung von Speisesalz und die Jodanreicherung von Kraftfutter in der Tiermast und Milchwirtschaft zurückzuführen. Da sich die Jodversorgung aber immer noch auf einem niedrigen Niveau befinde, dürfe mit Aktivitäten, die Jodversorgung weiter zu verbessern, nicht nachgelassen werden.

Die WHO rät zu Studien mit Kindern und Jugendlichen, um die Jodversorgung der Bevölkerung abzuschätzen. Beobachtungsstudien bei Erwachsenen seien nur bedingt aussagefähig. Zum einen verfälschen wegen Schilddrüsenerkrankungen behandelte Personen das Ergebnis. Zum anderen wird die Jodurie durch diätetische Restriktionen aufgrund anderer Erkrankungen beeinflusst. Mit der Erhebung KiGSS ist Deutschland dieser WHO-Forderung nachgekommen.

Informationen zur Erhebung im Internet unter www.kiggs.de

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