Produktionsprobleme

Johnson & Johnson liefert im Juni weniger Corona-Impfstoff

Etwa 6,5 Millionen Impfstoffdosen weniger erwartet das Bundesgesundheitsministerium in diesem Monat vom US-Hersteller Johnson & Johnson. Die sollen aber im Juli nachgeliefert werden.

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Lieferprobleme führen dazu, dass kurzfristig weniger Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson, der in Deutschland von dessen Tochter-Unternehmen Janssen vertrieben wird, zur Verfügung stehen.

Lieferprobleme führen dazu, dass kurzfristig weniger Dosen des Corona-Impfstoffs des US-Herstellers Johnson & Johnson, der in Deutschland von dessen Tochter-Unternehmen Janssen vertrieben wird, zur Verfügung stehen.

© M.i.S.-Sportpressefoto / picture alliance

Berlin. Die Produktionsprobleme des US-Pharmaunternehmens im Werk in Baltimore schlagen auch auf Deutschland durch: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) rechnet laut einem Bericht der „Süddeutschen Zeitung“ (Sonntag) damit, dass bis Ende Juni etwa 6,5 Millionen Corona-Impfstoffdosen weniger nach Deutschland geliefert werden als ursprünglich geplant.

Man erwarte im BMG, „dass diese Menge im Juli schnellstmöglich nachgeliefert wird“, wird ein Sprecher des Ministeriums zitiert.

Grund für die Lieferschwierigkeiten ist, dass sie US-Arzneimittelbehörde FDA den in einer Produktionsstätte in Baltimore hergestellten Coronavirus-Impfstoff des Unternehmens zunächst nur teilweise freigegeben hatte.

Produktion zeitweise gestoppt

Zwei Ladungen könnten mit angepassten Regelungen in den USA zum Einsatz kommen oder exportiert werden, teilte die FDA am Freitag mit. „Mehrere andere Ladungen“ seien dagegen unter anderem wegen möglicher Verunreinigung nicht mehr benutzbar, weitere Ladungen würden noch untersucht.

Um wie viele Ladungen es sich dabei insgesamt genau handelt und wie viele Impfdosen jede Ladung enthält, teilte die FDA zunächst nicht mit. US-Medien berichteten, dass rund zehn Millionen Impfdosen freigegeben wurden und rund 60 Millionen entsorgt werden müssten.

Die Fabrik in der Ostküstenmetropole Baltimore war zuvor von AstraZeneca an den Konkurrenten Johnson & Johnson gegangen. Laut Medienberichten sollen Inhaltsstoffe der beiden Impfstoffe vermischt worden seien. Derzeit pausiert die Produktion. Die Fabrik sei noch nicht wieder freigegeben, hieß es am Freitag von der FDA. (reh/dpa)

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