Kardiovaskuläres Risiko steigt mit HbA1c

ROM (hbr). Und sie hängen doch zusammen: HbA1c und Gefäßrisiko bei Patienten mit Typ-2-Diabetes. Das ergab eine Studie mit 17 691 Patienten. Demnach steigt die Gefahr für KHK, Schlaganfall und Tod jeglicher Ursache stufenweise mit dem HbA1c-Wert.

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Regelmäßiges Messen erleichtert die Kontrolle des HbA1c.

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Die retrospektive Beobachtungsstudie haben Forscher um Dr. Katharina Eeg-Olofsson in Schweden gemacht und beim Europäischen Diabetes-Kongress in Rom vorgestellt. Ziel war, den Zusammenhang zwischen der Qualität der Stoffwechselkontrolle und den bei Typ-2-Diabetikern häufigen kardiovaskulären Komplikationen zu klären.

Denn über die Bedeutung einer guten Blutzuckerkontrolle für die Reduktion solcher Ereignisse bei diesen Patienten wird vielerorts noch gestritten - nicht zuletzt aus dem Gedanken heraus, Therapiekosten einzusparen.

Für die Analyse wurden nicht selektierte Daten aus dem schwedischen Diabetes-Register ausgewertet. Die Patienten waren im Durchschnitt 64 Jahre alt; ihre Anamnese wies weder KHK noch Schlaganfälle aus. Der HbA1c-Wert betrug 7,6 Prozent und die Diabetesdauer im Durchschnitt 8,4 Jahre. Jeder Fünfte hatte eine Mikroalbuminurie.

Nach sechs Jahren waren rund 7000 tödliche oder nicht tödliche Ereignisse (KHK, Schlaganfall, kardiovaskuläre Erkrankungen) aufgetreten. In der Rubrik "Tod jeglicher Ursache" wurden 1707 Todesfälle notiert.

Die Daten zeigen unter anderem eine Zunahme des KHK-Risikos um 13 Prozent pro HbA1c-Anstieg von einem Prozentpunkt. Dies Steigerung war unabhängig zum Beispiel von Alter, Diabetesdauer, Mikroalbumin-urie und der Einnahme von Antihypertensiva (diese erhielt jeder Zweite) und Lipidsenkern (die bekam jeder Neunte).

Verglichen mit den Patienten, die ein HbA1c zwischen 6,0 und 6,9 Prozent aufwiesen, hatten Diabetiker mit HbA1c-Werten zwischen 5,0 und 5,9 Prozent eine um acht Prozent niedrigere KHK-Rate. Bei HbA1c-Werten oberhalb von 6,9 Prozent dagegen war sie höher: Zwischen 7,0 und 7,9 Prozent um ein Drittel. Und bei HbA1c-Werten von 8,0 bis 8,9 war sie sogar um 56 Prozent höher.

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