Keine Handys, Kaugummis, Mützen

BERLIN (dpa). Anfang der 80er Jahre war die Berliner Heinrich-von-Stephan-Schule ähnlich von Gewalt geprägt wie die Rütli-Schule, die wegen eines Hilferufs der Lehrer für Schlagzeilen sorgt. Sie galt als scheinbar "unregierbare Restschule" und stand vor der Schließung. Heute hat sie strikte Regeln - und einen guten Ruf.

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Der Rektor der Heinrich-von-Stephan-Schule Jens Großpietsch sagt, kurzfristig seien derartige Probleme nicht lösbar. "Zwei Jahrzehnte sind vergangen, in denen wir Schritt für Schritt etwas verändert haben." Früher habe es Bombendrohungen, Messerstechereien und Nervenzusammenbrüche gegeben.

"Dem Oberschulrat flog bei seinem Besuch ein Toilettendeckel entgegen", erinnert sich Großpietsch. Nachdem die Direktorin 1982 in die psychiatrische Klinik kam, blieb die Schulleitung ganze zwei Jahre unbesetzt.

Das Kollegium habe sich schließlich selbst zusammengesetzt, die Schüler frühzeitig einbezogen und nach und nach Vereinbarungen getroffen. Die Regeln, die heute gelten, sind streng und klar: Keine Handys, Kaugummis und Mützen während des Unterrichts. Schüler und Lehrer grüßen sich. Fremde werden in der Schule höflich gefragt, was sie und zu wem sie möchten. Dorthin werden sie begleitet.

In einem Modellprojekt wurde die Heinrich-von-Stephan-Schule 1999 zu einer integrierten Haupt- und Realschule umgebaut. "Haupt- und Realschüler besuchen eine Klasse", sagt Großpietsch. Es gebe zwei Klassenlehrer. "Die Schüler fördern sich gegenseitig", sagt die 15jährige Nadine. Das könnte künftig auch in der Rütli-Schule der Fall sein. Dort wird bereits über eine Zusammenlegung mit der Realschule im selben Gebäude nachgedacht.

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