Demenz

Kognitive Defizite sind leicht auf M. Alzheimer abzuklären

BERLIN (ugr). Mit neuen Markern und verbesserter Bildgebung lässt sich ein Morbus Alzheimer inzwischen frühzeitig diagnostizieren. So können Ärzte recht gut feststellen, ob leichte kognitive Störungen bei Patienten den Beginn einer Alzheimer-Erkrankung ankündigen.

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Bei der Magnetresonanztomografie (MRT) sei bereits bei frühen kognitiven Störungen eine signifikante Atrophie der Hippocampusformation zu sehen, hat Professor Harald Hampel aus München beim Neurologenkongress in Berlin berichtet.

Damit lasse sich mit 80-prozentiger Genauigkeit vorhersagen, ob ein Patient mit leichten kognitiven Einschränkungen (Mild Cognitive Impairment, MCI) später an einem Morbus Alzheimer erkrankt, sagte Hampel.

Außerdem kann die Bestimmung der kortikalen Dicke von neokortikalen Assoziationsarealen, besonders im Bereich des Entorhinalkortex einen Hinweis liefern. Hampel: "Die kortikale Dicke verringert sich bei einer degenerativen Erkrankung. Das ist millimetergenau im MRT feststellbar." Auch mit Hippocampusvolumetrie, funktioneller MRT und PET-Untersuchungen lasse sich eine Neurodegeneration gut nachweisen.

Deutliche Hinweise auf M. Alzheimer liefert auch die Liquordiagnostik. Die Verhältnisse von Beta-Amyloid 42, Tau-Protein und phosphoryliertem Tau-Protein im Liquor geben bei Patienten mit MCI gute Hinweise, ob der Beginn einer Alzheimer-Erkrankung vorliegt. Doch noch werden alle biologischen Marker erst validiert und sind noch nicht etabliert für die klinische Routine.

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