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Komasaufen lähmt Hirnstammzellen

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WASHINGTON (dpa). Trinken bis zum Umfallen hat auch langfristige Folgen: Regelmäßiges Komasaufen könnte dem Hippocampus schaden, legt eine US-Studie mit Affen nahe (PNAS online). Der Hippocampus ist bekanntlich für das Lernen und Langzeitgedächtnis bedeutsam. Über einen Zeitraum von elf Monaten durften vier Affen täglich eine Stunde lang ein Alkohol-Getränk mit Zitronengeschmack trinken. Blutalkoholtests zeigten, dass die Tiere sich im Schnitt bis zu einem Wert betranken, der knapp 2,5 Promille beim Menschen entsprechen würde. Dabei war im Hippocampus die Bildung von neuronalen Stammzellen deutlich vermindert. Auch beim Wachstum der Neuronen registrierten die Forscher Abweichungen. Die Veränderungen waren auch nach einer zweimonatigen Entzugsphase noch deutlich erkennbar.

Die Wissenschaftler um Dr. Chitra Mandyam vom Scripps Research Institute in La Jolla (US-Staat Kalifornien) vermuten deshalb, dass Kommasaufen auch bei Menschen langandauernde Effekte auf die Funktionen des Hippocampus hat. Der Hippocampus liegt im Zentrum des Gehirns und ist ein Teil des sogenannten limbischen Systems. Sein Name geht auf seine besondere Form zurück: Der Hippocampus ist wie ein Seepferdchen (lateinisch hippocampus) gekrümmt.

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