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Neue Option bei Diabetes

Kombipräparat mit Insulin plus GLP-1-Agonist

Zur Therapie von Patienten mit Typ-2-Diabetes ist eine Kombi mit Insulin glargin plus Lixisenatid in Sicht.

Veröffentlicht:

Frankfurt / Main. Im Januar wird mit Suliqua® eine neue Option für Typ-2-Diabetiker eingeführt, teilt Sanofi mit. Die in Deutschland einzigartige Fixkombi besteht aus dem Basalanalogon Insulin glargin U100 und dem GLP-1-Agonisten Lixisenatid. Das Präparat wird einmal täglich angewendet.

Die Kombination war 2017 in Europa zugelassen worden. Im Juli 2019 einigte man sich auf einen Preis in Deutschland, berichtet Sanofi in der Mitteilung. Danach lässt sich die Kombi zusammen mit Metformin bei Typ-2-Diabetikern mit Insulinbedarf von täglich 30 bis 60 Einheiten einsetzen, wenn der Blutzucker unter einer basalunterstützten oralen Therapie (BOT) nicht ausreichend gesenkt wird. Die Wirkmechanismen ergänzen sich: Glargin senkt besonders den Nüchternzucker und Lixisenatid die postprandialen Werte.

Die Zulassung basiert unter anderem auf der LixiLan-L-Studie. Über 700 Patienten nahmen teil, die unter basalunterstützter oraler Therapie (BOT) keine zufriedenstellende glykämische Kontrolle erreicht hatten. Die Kombi war mit dem Insulin verglichen worden (beide plus Metformin!). In 30 Wochen wurde der HbA1c unter der Kombi im Vergleich signifikant stärker gesenkt (mittlere Differenz: -0,5 Prozentpunkte). Zudem erreichten damit mehr Patienten das HbA1c-Ziel <7 Prozent, und der postprandiale Zucker stieg im Vergleich geringer an. Die Kombi erbrachte zudem einen Gewichtsvorteil. Das Hypoglykämierisiko war in beiden Studiengruppen ähnlich (Diab Care 2016; 39: 1972).

Die Fixkombination ist besonders für Patienten geeignet, die bisher mit einer BOT (≥30 Einheiten Basalinsulin) zwei Quartale ein Prozentpunkt über ihrem HbA1c-Ziel liegen, so Dr. Thorsten Siegmund, Isar Klinikum München, in der Sanofi-Mitteilung. Auch ein Gewichtsproblem könne für den Einsatz der Fixkombination sprechen. (eb/eis)

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