Direkt zum Inhaltsbereich

BUCHTIPP DES TAGES

Kompaktes Wissen zum diabetischen Fuß

Veröffentlicht:

Die Betreuung von Patienten mit diabetischem Fuß erfordert meist einen hohen therapeutischen Einsatz. Was an Diagnostik und Therapie wirklich erforderlich ist und worauf unter bestimmten Umständen verzichtet werden kann, das hat Privatdozent Dr. Matthias Weck zusammen mit Dr. Ines Panzer und Professor Sebastian Schellong zusammengefasst - kompakt auf 64 Seiten.

Die Darstellungen fallen zwar streckenweise etwas wortkarg aus. Aber die Autoren liefern einen inhaltlich hervorragenden Überblick, der zum Beispiel im Therapieteil von Allgemeinmaßnahmen und Wundtherapie bis zu Amputation, Rehabilitation und Nachsorge reicht.

So werden in der stadienorientierten Wundbehandlung auch bislang selten angewendete Methoden wie Vakuumversiegelung und Madentherapie beschrieben. Ein eigenes Kapitel behandelt die Sanierung infizierter Wunden.

Die antibiotische Therapie wird je nach Schwere der Infektion und Erregerspektrum dargestellt, mit klaren Dosisangaben zu den einzelnen Präparaten und - wichtig - einer entsprechenden Anpassung von Dosis und Dosisintervallen bei eingeschränkter Nierenfunktion. Ein dritter Schwerpunkt erläutert das Vorgehen bei Amputationen inklusive Entscheidungshilfen über den nötigen Umfang.

Das Buch bietet einen handlungsorientierten Leitfaden mit kompaktem, oft listenartigem Text. Häufig ersetzen praktische Tabellen lange Ausführungen. Gemeinsam mit dem systematischen Aufbau und einer übersichtlichen Seitenstruktur ermöglicht das dem Leser, auf Fragen schnell Antworten zu finden. Optisch ansprechende, klare Abbildungen runden den Text ab.

Gedacht ist das Buch vor allem für den stationären Bereich. Im ambulanten Bereich kann es diabetologisch arbeitenden Ärzten vor allem als knapp gefasstes Nachschlagewerk nützen. (hbr)

Weck, M.: Diagnostik und Therapie des diabetischen Fußes, Uni-Med Verlag, Bremen 2006, 1. Aufl., 64 Seiten, 44,80 Euro, ISBN 3-89599-838-9.

Ihr Newsletter zum Thema
Mehr zum Thema

Prävalenz-Vergleich der Kreise

Auffällig hoher Anteil an multimorbiden Menschen in Ostdeutschland

Das könnte Sie auch interessieren
Jugendliche die schon früh, ohne Eltern in die Sprechstunde kommen, werden selbstständiger.

© Racle Fotodesign / stock.adobe.com

Typ-1-Diabetes bei Kindern und Jugendlichen

Wie gelingt der Übergang vom Pädiater in die Erwachsenenmedizin?

Frauen erhalten eine andere und meist schlechtere Behandlung als Männer. Sie sind häufiger vom Medical Gaslighting betroffen, insbesondere in der Kardiologie.

© NPS Studio / stock.adobe.com

Hormone, Schwangerschaft, Wechseljahre

Warum ein Diabetes Frauen anders trifft als Männer

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

© Aleksandr | colourbox.de

Fatal verkannt

Vitamin-B12-Mangel frühzeitig behandeln!

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

© polkadot - stock.adobe.com

Vitamin-B12-Mangel

Aktuelle Empfehlungen für die Praxis

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
B12-Mangel durch PPI & Metformin

© Pixel-Shot - stock.adobe.com

Achtung Vitamin-Falle

B12-Mangel durch PPI & Metformin

Anzeige | WÖRWAG Pharma GmbH & Co. KG
Kommentare
Sonderberichte zum Thema

Opioid-induzierte Obstipation

Paradigmenwechsel in der Behandlung: Vom Stuhl zum Nervensystem

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Grünenthal GmbH, Aachen
Abb. 1: Die kardiorenalmetabolische Organachse: ganzheitliche Versorgung durch interdisziplinäre Zusammenarbeit (Quelle: Michalopoulou E et al., J Clin Med 2025, 14:428)

© Springer Medizin Verlag

Biomarker gegen Diabetes-Folgen

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Roche Diagnostics Deutschland GmbH, Mannheim
Porträt: xxx

© Porträt: Alexander Sahi

„ÄrzteTag extra“-Podcast

Testosteronmangel: Worauf es in der Hausarztpraxis ankommt

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Besins Healthcare Germany GmbH, Berlin
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps