Haut-Krankheiten

Krebserregende UV-Strahlung lässt nach

POTSDAM/BREMERHAVEN (dpa). Messungen weisen darauf hin, dass sich die Ozonschicht seit einiger Zeit langsam wieder erholt. Einer kürzlich veröffentlichten Studie nach könnte auch bei der schädlichen UV-Strahlung, die wegen des Ozonlochs verstärkt bis zum Boden gelangte, ein Wendepunkt erreicht sein.

Veröffentlicht: 23.03.2012, 14:56 Uhr

Das bestätigte der Physiker Markus Rex in einem Interview mit der Nachrichtenagentur dpa. "Die Zunahme der UV-Strahlung ist gestoppt", sagte der Wissenschaftler von der Außenstelle Potsdam des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung in Bremerhaven.

Können wir dank der dickeren Ozonschicht in Zukunft vielleicht auf Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor verzichten? Rex: "Es bleibt dabei, dass wir die Haut gut schützen müssen. Gerade im Frühjahr ist weiter mit sehr hoher UV-Einstrahlung zu rechnen.

Das liegt an der Entwicklung der polaren Ozonschicht, die weiterhin dünner wird. Die arktischen Luftmassen driften hin und her - im Spätwinter und im Frühling bis über Mitteleuropa.

Deshalb sind die Auswirkungen des arktischen Ozonverlusts an einigen Tagen im Jahr auch über unseren Köpfen zu spüren. Und das sind dann die Tage, an denen die Sonnenbrände drohen."

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Kommentare
Dr. Horst Grünwoldt

Klimato-logen

Die regionale Wetterkunde ist sicher schon eine komplizierte und nicht unfehlbare Naturwissenschaft; noch schwieriger wird es offensichtlich, Welt-Klima-Prognosen zu stellen! Schließlich gibt es verschiedene, relativ stabile globale Klima- und Vegetationszonen, wie vor allem die subtropische und tropisch-äquatoriale zwischen den Wendekreisen von Krebs und Steinbock.
Dazu kommt der Jahreszyklus auf der Bahn um die Sonne und enstprechend des Wechsels zwischen Sommer- und Wintersaison auf der Nord- und Südhalbkugel; also gegensätzliche, aber auch ausgleichende Klimate.
Wenn sich nach Beobachtungen und Messungen des A.-Wegner-Instituts angeblich die polare Ozonschicht zum Glück wieder "verdickt" hat, wie kann sie dann im gleichen Zeitraum auch wieder "dünner" werden?
Oder zeigt dies nur, daß kürzlich auf der ""Extrem-Klima-Wandel-Konferenz" die Experten nur zwischen Maxima und Minima gestritten haben, statt verläßliche Aussagen zu finden?
Bleibt für mich als klimatologischer Laie die Frage: Wie können die polaren Eiskappen überhaupt besorgniserregend abschmelzen, wenn dort ständig die Wärmestrahlen reflektiert werden und entsprechende Dauerfrost-Temperaturen von unter Nullgrad-Minus herrschen?
Und kommt es denn nicht durch die abgekühlten,feuchten nord-atlantischen Wind-Strömungen aufgrund des Azoren-Hochs und Island-Tiefs (sog. Oszillation) regelmäßig zu neuem Schneefall über dem Nordpol, und nicht nur über Skandinavien?
Welche Beobachtungen hat wohl Arved Fuchs bei seinen Polar-Wanderungen gemacht?
Dr. med. vet. Horst Grünwoldt, Rostock


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