Krebsstammzelle bei Zwillingen entdeckt

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OXFORD (ple). Britische Forscher haben in einer Zwillingsstudie erstmals leukämische Vorläuferzellen im Blut entdeckt. Solche Krebsstammzellen könnten das Ziel künftiger Therapien sein.

Für ihre Forschung haben die Wissenschaftler um Professor Tariq Enver vom Medical Research Council in Oxford Leukozyten aus dem Blut eines eineiigen Zwillingspaares analysiert. Eines der Mädchen ist an akuter lymphoblastischer Leukämie vom Typ cALL erkrankt, die Schwester ist gesund.

Wie Enver und seine Kollegen berichten, entdeckten sie die leukämischen Vorläuferzellen vom B-Zelltyp bei beiden Mädchen im Blut. Die Zellen seien während der Schwangerschaft bei einem der Mädchen durch die Verschmelzung der Gene TEL und AML1 entstanden und über die gemeinsame Plazenta ins Blut der Schwester gelangt.

Durch zusätzliche genetische Veränderungen sind in dem erkrankten Kind Krebszellen aus den Vorläuferzellen entstanden, erkennbar an dem ALL-Molekül CD10. Im Blut des gesunden Mädchens wurden solche Zellen nicht gefunden.

Dass es sich bei den Vorläuferzellen tatsächlich um Krebsstammzellen handelt, belegten die Forscher bei Tieren: Menschliche Zellen mit dem Gen TEL-AML1 siedelten im Knochenmark an und vermehrten sich wie Stammzellen.

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