Kommentar zum Zika-Virus

Lateinamerikas Dilemma

Wolfgang GeisselVon Wolfgang Geissel Veröffentlicht:

Die Entscheidung der WHO, den Globalen Gesundheitsnotstand wegen des ZikaVirus-Ausbruchs in Lateinamerika auszurufen, ist zu begrüßen. Hierdurch wird die Klärung der Ursache der gleichzeitig gehäuft auftretenden Mikrozephalien bei Säuglingen beschleunigt.

Auch wird die Entwicklung von diagnostischen Verfahren, Arzneien und Impfstoffen international vorangetrieben.

Wirksame Impfstoffe und Therapeutika sind bitter nötig: Den Erkrankungen und ihrer möglichen Folgen kann bisher nur vorgebeugt werden, indem Menschen die Stichen der tagaktiven Überträgermücken vermeiden und Behörden und Freiwillige wirksam die Vektoren bekämpfen: eine unlösbare Aufgabe in einem tropischen Schwellenland mit erbärmlichen hygienischen Verhältnissen in Armenvierteln.

Wie schnell man den Ausbruch in den Griff bekommt, wird auch darüber entscheiden, ob man im Sommer wirklich Olympische Spiele in Rio de Janeiro abhalten kann.

Das Risiko der Erkrankung sei in Brasilien für Besucher und Athleten (mit Ausnahme von Schwangeren) "gleich Null", wird jetzt der Stabschef des brasilianischen Präsidialamtes, Jaques Wagner, dazu zitiert: eine etwas optimistische Aussage angesichts der Häufungen von Guillain-Barré-Syndrom während des Zika-Ausbruchs.

Lesen Sie dazu auch: Zika-Ausbruch: WHO schlägt Alarm

Schlagworte:
Mehr zum Thema

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Ein kleiner Stups

Mit Nudging-Interventionen die Grippe-Impfrate steigern

Das könnte Sie auch interessieren
Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

© David Pereiras | iStock (Symboldbild mit Fotomodell)

Dermatomykosen

Alarmierender Anstieg: Hautpilz aus dem Barbershop

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

© Irina Tiumentseva | iStock

Onychomykosen

Effektive Therapie von Nagelpilz: Canesten® EXTRA Nagelset

Anzeige | Bayer Vital GmbH
Für Menschen ab 60 Jahren sind die Impfungen gegen Influenza, Corona, Pneumokokken und Herpes zoster (beide nicht im Bild) Standard-Impfungen. Für Menschen ab 75 Jahren kommt die RSV-Impfung hinzu.

© angellodeco / stock.adobe.com

Respiratorisches Synzytial Virus

STIKO: Alle Menschen ab 75 gegen RSV impfen!

Blickdiagnose: klinisches Bild mit typischen Effloreszenzen bei Herpes zoster.

© Mumemories / Getty Images / iStock

Zoster-Impfung

Schutz vor Herpes zoster und Rezidiven

Kommentare
Sonderberichte zum Thema
Abb. 1: Pharmakokinetik von Rezafungin bei einer Dosierung von 400mg, gefolgt von 200mg einmal wöchentlich

© Springer Medizin Verlag GmbH, modifiziert nach [10]

Invasive Candida-Infektionen

Modernes Echinocandin – optimierte Eigenschaften und klinische Vorteile

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Mundipharma Deutschland GmbH & Co. KG, Frankfurt/Main

Ist das AMNOG bereit für HIV-Innovationen?

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Podiumsdiskussion von Gilead Sciences beim DÖAK 2025 von links: Dr. Nazifa Qurishi, Fachärztin für Innere Medizin und Infektiologie, Gemeinschaftspraxis Gotenring Köln; Kelly Cavalcanti, HIV-Aktivistin und Referentin für Gesundheit und Empowerment, Köln, und Martin Flörkemeier, Senior Director Public Affairs, Gilead Sciences, München

© Gilead

Unternehmen im Fokus

HIV-Versorgung: Vertrauen in unruhigen Zeiten

Sonderbericht | Mit freundlicher Unterstützung von: Gilead Sciences GmbH, Martinsried
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Jetzt neu jeden Montag: Der Newsletter „Allgemeinmedizin“ mit praxisnahen Berichten, Tipps und relevanten Neuigkeiten aus dem Spektrum der internistischen und hausärztlichen Medizin.

Top-Thema: Erhalten Sie besonders wichtige und praxisrelevante Beiträge und News direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen

Atemwegserreger

RSV-Welle hat begonnen

Tipps fürs Patientengespräch

Wie Sie schwierigen Patienten den Wind aus den Segeln nehmen

Lesetipps
Ein Hausarzt lädt in seiner Praxis Dokumente in eine elektronische Patientenakte „ePA“.

© Daniel Karmann/dpa

Neue Funktion

E-Patientenakte: Volltextsuche für Ärzte geplant

So bitte nicht! Leichter kann man es Hackern kaum machen.

© Oleksandr Latkun/imageBROKER/picture alliance

Update

Datenschutz

Tipps: Darauf sollten Praxisteams bei Passwörtern achten