Liposomales Doxorubicin ist gut verträglich

BARCELONA (grue). Doxorubicin in nicht-pegylierter liposomaler Form erhöht die Verträglichkeit einer Chemotherapie bei Krebs. Außerdem: In Kombination mit dem Taxan Paclitaxel und dem Antikörper Trastuzumab lassen sich damit bei fortgeschrittenem Brustkrebs Ansprechraten von mehr als 90 Prozent erzielen.

Veröffentlicht:

Mit der liposomalen Verkapselung von Doxorubicin (Myocet®) kann die hohe Wirksamkeit von Anthrazyklinen genutzt werden, ohne dass zusätzliche kardiale Risiken befürchtet werden müssen. Gute Resultate gibt es jetzt auch für die Dreierkombination aus nicht-pegyliertem liposomalem Doxorubicin plus Paclitaxel plus Trastuzumab. Das hat Professor Javier Cortés Castan aus Barcelona bei einer Veranstaltung von Cephalon berichtet. An der Phase-I/II-Studie zur Ersttherapie bei lokal fortgeschrittenem oder metastasiertem Brustkrebs haben 54 Patientinnen teilgenommen. Frauen mit metastasierten Tumoren sprachen zu 96 Prozent auf die Therapie an und blieben im Median 23 Monate progressionsfrei. Die häufigsten unerwünschten Wirkungen waren Haarausfall, Schleimhautentzündung und Übelkeit. Unter der Dreifachkombination sei aber keine erhöhte Kardiotoxizität aufgetreten, sagte der Onkologe.

Mehr zum Thema

Brustkrebsgefahr bei Adipositas

Prospektiv bestätigt: Bariatrische Operation senkt Brustkrebsrisiko

Kommentare
Vorteile des Logins

Über unser kostenloses Login erhalten Ärzte und Ärztinnen sowie andere Mitarbeiter der Gesundheitsbranche Zugriff auf mehr Hintergründe, Interviews und Praxis-Tipps.

Haben Sie schon unsere Newsletter abonniert?

Von Diabetologie bis E-Health: Unsere praxisrelevanten Themen-Newsletter.

Das war der Tag: Der tägliche Nachrichtenüberblick mit den neuesten Infos aus Gesundheitspolitik, Medizin, Beruf und Praxis-/Klinikalltag.

Eil-Meldungen: Erhalten Sie die wichtigsten Nachrichten direkt zugestellt!

Newsletter bestellen »

Top-Meldungen
Lesetipps
Charlotte Kleen

© Babett Ehrt/ Lichtbildwerkstatt

Porträt

Wie Charlotte Kleen Medizin in ihrer ganzen Breite kennenlernt

Mit 71 Patienten und Patientinnen konnte eine Per-Protokoll-Analyse durchgeführt werden. Diese zeigte, dass ASS den Leberfettanteil absolut um 5,9 Prozent reduziert hatte, nach Scheinbehandlung war er dagegen um 4,7 Prozent gestiegen.

© monticellllo / stock.adobe.com

Phase-II-Studie

Taugt ASS zur Behandlung der metabolischen Fettleber?

Mädchen geht chemischen Experimenten in einem Klassenzimmer nach, die Haare stehen ihr zu Berge.

© Andrey Kiselev / stock.adobe.com

Inkretinmimetika

GLP-1: Wie aus dem kleinen Hormon ein Rockstar wird